Blitz-Marathon startet auch zum Schutz der Radfahrer

4. Juni 2013 | Themenbereich: Nordrhein Westfalen, Verkehr | Drucken

Der vierte 24-Stunden-Blitz-Marathon ist heute Morgen um 6 Uhr in NRW und Niedersachsen gestartet. „Zu schnelles Fahren ist überall Killer Nummer 1. Jeder dritte Verkehrstote ist Opfer zu hoher Geschwindigkeit. Deshalb ist es gut, dass wir für mehr Verkehrssicherheit länderübergreifend Hand in Hand arbeiten“, sagte Innenminister Ralf Jäger heute (4.6.) in Düsseldorf. Allein in NRW beteiligen sich 3.500 Polizistinnen und Polizisten und rund 270 Mitarbeiter von 86 Kommunen an insgesamt 3.000 Messstellen.

Die Polizei setzt beim Blitz-Marathon rund 140 Radar- und Lichtsensorenanlagen sowie mehr als 650 Lasermessgeräte ein. In den ersten vier Monaten dieses Jahres sank die Zahl der Verkehrstoten im Vergleich zum Vorjahr um 22 Prozent auf 129 (- 36). Im Jahr 2012 hatte sich die Zahl der im Straßenverkehr Getöteten bereits um 17 Prozent auf 528 verringert.

„Wir sind davon überzeugt, dass wir mit unserer Strategie auf dem richtigen Weg sind. Das zeigen die Zahlen“, erklärte der Innenminister. Seit November 2011 kontrolliert die Polizei die Geschwindigkeit deutlich mehr, flexibler und bürgerorientierter. Die Messstellen werden tagesaktuell veröffentlicht. Außerdem stimmen Polizei und Kommunen ihre Geschwindigkeitskontrollen noch besser aufeinander ab.

„Die Autofahrer müssen jeden Tag damit rechnen, dass ihre Geschwindigkeit zu jeder Zeit und überall gemessen wird“, hob Jäger hervor. „Der Blitz-Marathon ist ein Baustein dieser langfristigen Strategie gegen Geschwindigkeitsunfälle. Durch die Aufmerksamkeit, die er in der Öffentlichkeit schafft, wird den Menschen vor Augen geführt, wie gefährlich zu schnelles Fahren ist.“

Den vierten Blitz-Marathon will die NRW-Polizei auch dazu nutzen, alle Verkehrsteilnehmer für die Gefahren für Radfahrer im Straßenverkehr zu sensibilisieren. Im vergangenen Jahr war die Zahl der tödlich verunglückten Radfahrer deutlich um 17 Prozent auf 81 gestiegen. „Radfahrer verursachten selber rund die Hälfte der Unfälle, an denen sie beteiligt waren“, erläuterte der Innenminister. „Aber auch Rasen und rücksichtsloses Verhalten von Autofahrern führte oft zu schweren Unfällen mit Radfahrern. Deshalb ahndet die Polizei konsequent falsches Verhalten.“

Eine landesweite Übersicht über die Kontrollstellen für den 24-Stunden-Blitz-Marathon ist im Internet unter www.24h-Blitz-Marathon.de zu finden.

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