„Liberty Reserve“ – Größter Geldwäschefall der Geschichte

31. Mai 2013 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Anlässlich der nun auch von der Öffentlichkeit zunehmend wahrgenommen tatsächlichen Dimension kriminell erwirtschafteten Geldes und der weiterhin wachsenden Bedeutung des Internets für die Straftäter, mahnt der BDK-Bundesvorsitzende André Schulz zum wiederholten Male ersthafte deutsche und europäische Initiativen zur Geldwäschebekämpfung an: „Wir erwarten nun von der Bundesregierung noch vor der Bundestagswahl eindeutige Richtungsentscheidungen im Kampf gegen die Geldwäsche. Darüber hinaus ist die Europäische Kommission aufgefordert, sich nicht mit dem Entwurf einer neuen Geldwäscherichtlinie zufrieden zu geben, sondern endlich ihrer Aufgabe nachzukommen, die Staaten Europas beim Kampf gegen Geldwäsche zu beraten und zu kontrollieren.“

Deutschland könnte mit gutem Beispiel vorangehen und die lange bekannten Regelungs- und Schutzlücken im Bereich der Internetermittlungen endlich schließen, eine effektive Aufsicht auch in den Wirtschaftsbereichen außerhalb der Finanzindustrie etablieren, in allen Bundesländern ausreichend Personal zur Verfügung stellen und flächendeckend wieder eine Berufsausbildung für die Kriminalpolizei ermöglichen.

„Kriminalität ist für jeden Staat der Welt teurer als Kriminalitätsbekämpfung. Das sollte angesichts dieses Falls auch dem letzten Politiker bewusst geworden sein“, gibt André Schulz zu bedenken.

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