Länderübergreifender Blitzmarathon am 4. und 5. Juni

31. Mai 2013 | Themenbereich: Niedersachsen, Verkehr | Drucken

Überhöhte Geschwindigkeit ist die Todesursache Nummer eins auf den niedersächsischen Straßen. „Diese Unfälle werden aus Unachtsamkeit und Leichtfertigkeit verursacht. Mit dem 24-Stunden-Blitzmarathon wollen wir alle Verkehrsteilnehmer dafür sensibilisieren, dass Raserei nicht akzeptabel und schon gar kein Kavaliersdelikt ist“, so Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius. Am kommenden Dienstag (4. Juni) gibt es deshalb den zweiten länderübergreifenden Blitzmarathon. Niedersachsen beteiligt sich ab 6 Uhr morgens gemeinsam mit Nordrhein-Westfalen und Bayern an der Aktion.

Polizei und Medien geben die Orte, an denen es blitzen kann, im Vorfeld bekannt (siehe Anlage). Diese werden auch unter www.mi.niedersachsen.de veröffentlicht, diesen Service gibt es zusätzlich auch auf den Internetseiten der niedersächsischen Polizeidirektionen. „Diese breite Transparenz soll allen Verkehrsteilnehmern klar machen, dass es bei Verkehrskontrollen ausschließlich um Sicherheit – und gerade nicht um finanzielle Einnahmen durch Bußgelder geht“, so der Minister. Die Messorte werden hauptsächlich auf den Landstraßen außerhalb von Städten und Ortschaften liegen. Der Grund: Hier passieren 70 Prozent aller Verkehrsunfälle mit Todesopfern. Die Experten der Polizei haben dabei diejenigen Stellen ausgewählt, an denen besonders häufig Unfälle passieren.

In Niedersachsen haben beim letzten Blitzmarathon im vergangenen Oktober über 1000 Polizeibeamte an 350 Messstellen fast 120 000 Fahrzeuge überprüft. Infolge der breit angelegten Ankündigung durch Polizei und Medien waren nur drei Prozent der überprüften Fahrzeuge zu schnell unterwegs. Zum Vergleich: Bei der unangekündigten niedersachsenweiten Großkontrolle im August 2012 lag diese Quote bei 11,5 Prozent. Zudem gab es während des ersten länderübergreifenden 24-Stunden-Blitzmarathons insgesamt deutlich weniger Verkehrsunfälle als an vergleichbaren Tagen. Innenminister Boris Pistorius sagt deshalb: „Mit dem Konzept erreichen wir einen Großteil der Verkehrsteilnehmer vom Schulkind über den Pendler bis zum LKW-Fahrer: Jedem muss klar werden, dass zu hohes Tempo die größte Gefahr auf Deutschlands Straßen ist.“ Im vergangen Jahr starben 486 Menschen auf den niedersächsischen Straßen, 2011 waren es sogar 540 Todesopfer.

Nachdem Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen im vergangenen Oktober zum ersten Mal einen länderübergreifenden 24-Stunden-Blitzmarathon gestartet hatten, nimmt jetzt auch erstmals Bayern daran teil. Durch die niedersächsische Kooperation mit dem Nachbarland Nordrhein-Westfalen hört das Thema für die Autofahrer nicht einfach an der Landesgrenze auf.

Zum Präventionskonzept der Landesregierung gehört auch der zweite landesweite Verkehrssicherheitstag am 15. Juni 2013 im Rahmen der Verkehrssicherheitsinitiative 2020. Deren Ziel ist es, die Anzahl der getöteten und schwerverletzten Verkehrsteilnehmer in Niedersachsen bis zum Jahr 2020 um ein Drittel zu reduzieren. Die zentrale Veranstaltung findet unter der Schirmherrschaft des niedersächsischen Innenministers auf der Aktionsmeile vor der Polizeidirektion in Oldenburg statt.

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