Einbrecher waren 2012 im Dauereinsatz – Initiative ruft auf: „Nicht bei mir!“

28. Mai 2013 | Themenbereich: Security | Drucken

Deutschlands Häuser und Wohnungen sind nicht ausreichend vor Einbrüchen geschützt. Laut aktueller Polizeilicher Kriminalstatistik ist die Zahl der Haus- und Wohnungseinbrüche im letzten Jahr stark angestiegen. Die stetig wachsende Zahl der gescheiterten Einbrüche zeigt aber auch: Sicherheitstechnik wirkt.

Der Anstieg der Einbrüche in Deutschland nimmt nicht ab. Die aktuelle Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2012 erfasste insgesamt 144.117 Fälle von Wohnungseinbruchdiebstählen. Dies entspricht einem Anstieg von 8,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bereits 2011 war die Zahl um gut neun Prozent gestiegen, erklärt die Initiative für aktiven Einbruchschutz „Nicht bei mir!“, die eng mit der Polizei zusammen arbeitet. „Die Anzahl der Einbruchsdelikte ist innerhalb der letzten vier Jahre um mehr als 30 Prozent gewachsen. Der drastische Anstieg zeigt, dass man sich nicht in Sicherheit wiegen darf“, kommentiert Dr. Helmut Rieche, Vorsitzender der Initiative, die aktuellen Zahlen. „Viele unterschätzen immer noch das Risiko eines Einbruchs und schützen sich nicht effektiv gegen Einbrecher“, ergänzt Rieche.

 Einbrecher kommen immer öfter tagsüber

Wider des Irrglaubens Einbrüche geschehen nur bei Nacht, erfolgte ein großer Teil der Delikte tagsüber: 61.200 Mal gingen die Einbrecher tagsüber auf Beutezug. Dies entspricht einer Steigerung um 9,5 Prozent gegenüber 2011. Vier von zehn Einbrüchen finden damit am Tage statt. Ob bei Tag oder Nacht, Einbrecher hinterlassen ihre Spuren. Neben psychischen Folgen für die Opfer entstehen auch hohe Sachschäden. Die aktuelle Einbruch-Bilanz des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) belegt einen weiteren Anstieg der Schadensumme. Im Jahr 2012 kostete ein Einbruch im Durchschnitt 3.300 Euro. Der Gesamtschaden beläuft sich laut GDV auf geschätzte 470 Millionen Euro.

 Sicherheitstechnik leistet Abhilfe

Dass Vorsorge etwas bewirkt, zeigt die aktuelle Zahl der erfolglosen Einbruchversuche: Knapp 40 Prozent scheitern an mechanischen Tür- und Fenstersicherungen sowie an Alarmanlagen. Geprüfte Sicherheitstechnik, kombiniert mit richtigem Verhalten und Nachbarschaftshilfe, bieten den Einbrechern wirkungsvoll Paroli. „Wer also keine böse Überraschung zu Hause erleben will, muss selbst aktiv werden. Denn jeder kann zum Einbruchopfer werden, daher lohnt sich die Beschäftigung mit dem Thema Einbruchschutz und die Investition in Sicherheitstechnik“, rät Dr. Rieche. „Vorbeugender Schutz wird damit unverzichtbarer. Viele potentielle Täter fühlen sich von der Sicherheitstechnik abgeschreckt und wagen sich gar nicht erst an das Objekt heran“, so Rieche weiter. Es ist davon auszugehen, dass die Zahl verhinderter Einbrüche aufgrund des Einsatzes von Sicherheitstechnik noch erheblich höher liegen dürfte als die Kriminalstatistik ausweist. Denn nicht alle Einbruchsversuche werden der Polizei gemeldet.

 Beratung vom Fach ist der erste Schritt

Ob in der Bauplanung oder für die Nachrüstung – effektiver Einbruchschutz bedarf Fachwissen und Erfahrung. Der Einbau von Sicherheitstechnik sollte immer vom Fachmann erfolgen, denn eine fehlerhafte Installation macht die hochwertigsten Vorrichtungen wirkungslos. Die Initiative für aktiven Einbruchschutz informiert deshalb auf ihrer Internetseite www.nicht-bei-mir.de herstellerneutral über Gefahren und sinnvolle Gegenmaßnahmen. Mit der Expertensuche der Initiative unter www.experten-gegen-einbruch.de finden Bürger schnell qualifizierte Sicherheitsunternehmen in ihrer Region, die individuell zu Fragen rund um den Einbruchschutz beraten.

 

 

 

2 Kommentare
Hinterlasse einen Kommentar »

  1. Zitat:“Einbrecher kommen immer öfter tagsüber“

    … dank der personellen „Einsparungen“ durch die Politik, stellt das für die organisierte Kriminalität kein Entdeckungsrisiko mehr dar!

    Zitat:“Sicherheitstechnik leistet Abhilfe“

    … dies schanzt der Sicherheitswirtschaft Aufträge zu + die Versicherungswirtschaft besteht auf die Sicherheitssysteme, wer sie sich nicht leisten kann, dem wird die Prämie erhöht = „ein gutes Geschäft!“

    Politisch nicht gewollt? … ich bitte euch, offensichtlicher kann der Personalabbau nicht begründet werden!

    Zitat:“Beratung vom Fach ist der erste Schritt“

    Beratung vom Fach?

    Effektive Einbruchssicherung gibbet auch im Baumakt (Rohre, Hülsen, Schrauben, Winkeleisen, Schließzylinder)!
    … die einfachsten Lösungen sind immernoch die besten!
    … wenn man aber den Einbrecher Brandmarken möchte (nicht immer ist es o.K., sondern auch „mal“ der neidische Nachbar), dann hilft ein wohl platzierter Zerstäuber mit „Ninhydrin“!
    … dann rennt der Einbrecher für 3 Wochen mit einer Lila Pigmentierung rum und man kann den Einbrecher schööööön identifizieren!
    … dann noch die künstliche DNA dazu … huiiii!

    … aber um diesen offensichtlichen Einbrechern habhaft zu werden, benötigt man Personal und das wurde „gerade eben eingespart“, damit auch diese Sicherungsmaßnahme nicht greifen kann, da sie es politisch nicht darf, das würde ja die Geschäfte der Sicherheits- und der Versicherungswirtschaft schädigen!
    … das können und wollen unsere Politiker nicht zu lassen, denn diese Bereiche müssen jedes Jahr 20% mehr Rendite liefern, sonst moppert die Börse und die Aktionäre erst recht rum!
    … und unsere Politiker möchten es sich mit den Aktionären nicht vergrätzen!
    … man bracht ja einen Job, nach dem Amt …

  2. Zitat:
    „… aber um diesen offensichtlichen Einbrechern habhaft zu werden, benötigt man Personal und das wurde “gerade eben eingespart”

    Kann ich im Prinzip beipflichten.
    Entscheidend ist aber, die vorhandenen „Werkzeuge“ zur Bekämpfung der Einbruchskriminalität richtig einzusetzen. Im Ländervergleich muss man sich fragen, ob hier nicht mehr getan werden kann. „Kein Täter kann fliegen“ aber während in einigen Ländern Schuhspuren ein großes Thema sind, finden sich in anderen Bereichen kaum welche.

    So wurde in den Niederlanden die Polizeiarbeit zu Lasten der verschiedenen eigenständigen Regionspolizeien vereinheitlicht und Spurenkoordinatoren sorgen für eine optimale Verknüpfung der Aufklärungsansätze aus kriminaltechnischen Ergebnissen und Erkenntnissen der Ermittler.

    Es gibt viel zu tun, um den Einbrechern über die Ländergrenzen in Deutschland oder gar Europa hinweg „auf der Spur zu bleiben“.

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.