Schutz für Radfahrer durch mehr Aufklärung und Kontrolle

27. Mai 2013 | Themenbereich: Nordrhein Westfalen, Verkehr | Drucken

Zu schnelles und rücksichtloses Autofahren, aber auch eigenes Fehlverhalten führen häufig zu schweren Radfahrunfällen. Im vergangenen Jahr starben 81 Fahrradfahrer bei Verkehrsunfällen, ein deutlicher Anstieg um 17 Prozent. „Darauf haben die Polizeibehörden reagiert und örtliche Konzepte aus Aufklärung und Kontrolle entwickelt“, erklärte Innenminister Ralf Jäger heute (27.5.) in Köln.

Den vierten Blitz-Marathon am 4. Juni will die NRW-Polizei auch dazu nutzen, alle Verkehrsteilnehmer für diese Problematik zu sensibilisieren. „Rasen, zugeparkte Radwege und Abbiegen, ohne auf Andere zu achten gefährden gerade in den Städten die Radfahrer“, führte Jäger aus. Doch auch den Radfahrern selbst will die Polizei deutlich machen, dass das Einhalten von Regeln sie schützt.

„Die Hälfte der Unfälle, an denen Radfahrer beteiligt sind, verursachen sie selber“, erläuterte der Minister. „Deshalb ahndet die Polizei konsequent falsches Verhalten von Fahrradfahrern.“ Bei einem Zusammenprall bestimmt immer die Geschwindigkeit die Schwere der Unfallfolgen – unabhängig davon, wer den Unfall verursacht.

„Geschwindigkeit ist der Killer Nummer 1 auf unseren Straßen“, machte der Minister deutlich. „Jeder dritte Verkehrstote in NRW ist Opfer von zu schnellem Fahren.

Mit unserer Strategie „Brems Dich – rette Leben“ gehen wir in NRW konsequent gegen Raser vor.“ Der 24-Stunden-Blitz-Marathon ist ein Baustein dieser seit November 2011 verfolgten Strategie. Die Polizei kontrolliert seitdem deutlich mehr, sie kontrolliert flexibler und ist bürgerorientierter. Die Kontrollen werden tagesaktuell veröffentlicht. Außerdem stimmen Polizei und Kommunen ihre Geschwindigkeitskontrollen noch besser aufeinander ab. „Jeder muss damit rechnen, dass seine Geschwindigkeit zu jeder Zeit und an jedem Ort gemessen wird“, hob Jäger hervor.

„Wir sind davon überzeugt, dass wir mit unserer Strategie für mehr Verkehrssicherheit auf dem richtigen Weg sind.“, betonte Ralf Jäger. Im vergangenen Jahr ging die Zahl der Verkehrstoten in NRW um 108 auf 528 zurück. Allein 76 Menschen weniger wurden Opfer von Geschwindigkeitsunfällen. In den ersten drei Monaten dieses Jahres gab es 95 Verkehrstote, im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang von 20 Prozent.

Jäger: „Klar ist aber auch, dass jeder Unfalltote einer zu viel ist. Deshalb lehnen wir uns nicht zufrieden zurück sondern setzen unsere Strategie weiter konsequent um.“

Gleichzeitig mit NRW startet der 24-Stunden-Blitz-Marathon am 4. Juni in Bayern und Niedersachsen. „Die Unfallursache Geschwindigkeit macht nicht vor Ländergrenzen halt. Deshalb ist es gut, dass wir zur Verbesserung der Verkehrssicherheit länderübergreifend Hand in Hand arbeiten“, betonte Jäger.

Auf Vorschlag des NRW-Innenministers findet im Oktober dann ein bundesweiter Blitz-Marathon nach dem Konzept der NRW-Polizei statt.

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