Videoüberwachung im öffentlichen Raum

24. Mai 2013 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Mit einer Installation von Videokameras im öffentlichen Raum, an öffentlichen Plätzen will der Gesetzgeber präventiv tätig werden bzw. durch die Verwendung der gespeicherten Aufnahmen sollen Beweise für eine Strafverfolgung gesichert werden. Gerade im Bereich der Gewaltstraftaten im öffentlichen Raum ist nach kriminalistischer Bewertung eine Videoüberwachung aus Gründen der Beweisführung unerlässlich. Die Ermittlungsbehörden werden hier oft mit Zeugen und Opfern konfrontiert, die aus Angst vor späterer weiterer Gewalttätigkeit wenig oder ungenau zur Täteridentifizierung beitragen können und manchmal auch wollen.

Einer Installation von Videokameras zur undifferenzierten flächendeckenden Videoüberwachung, ist aber unbedingt zu widersprechen. „Videoüberwachung soll nur dort eingesetzt werden, wo sie aus Gründen der Strafverfolgung oder Gefahrenabwehr sinnvoll ist. Einem Einsatz von Videoüberwachungstechnik muss dementsprechend eine professionelle Gefährdungsanalyse vorangegangen sein“, fordert der BDK Bundesvorsitzende André Schulz den qualifizierten Einsatz von Videoüberwachungstechnik.

Die von neuster Analysetechnik unterstützten professionellen Beobachter an den Monitoren können so frühzeitig auf sich entwickelnde Gefahrensituationen reagieren und Polizeikräfte an den Einsatzort führen oder bei bereits stattgefundenen Straftaten erste Fahndungsmaßnahmen koordinieren. Und wenn letztlich die Straftat nicht verhindert werden konnte, ist die Intensität und die individuelle Art der Beteiligung der einzelnen Täter an der Straftat auf dem Video dokumentiert und kann im Gerichtsverfahren genutzt werden.

„So dient die Videoüberwachung einzig dem Zweck Leben, Gesundheit oder Eigentum gefährdeter Bürgerinnen und Bürger an besonderen Gefahrenplätzen in der Öffentlichkeit zu schützen. Zudem erzeugt der Videoeinsatz mehr subjektives Sicherheitsgefühl bei den Menschen, die sich an diesen Gefahrenplätzen aufhalten oder aufhalten müssen“, ist der BDK-Bundesvorsitzende André Schulz auch vom präventiven Einsatz überzeugt.

1 Kommentar
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  1. Was die Videoüberwachung nutzt, so kein Polizeipersonal da ist, hat man in Großbritannien gesehen!
    Die Mörder konnten in aller Ruhe Interviews geben, lange nach dem Mord und lange bevor die Polizeikräfte eintrafen!

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