DPolG fordert Beobachtung von Burschenschaften durch den Verfassungsschutz

24. Mai 2013 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Vor dem Hintergrund des in diesen Tagen stattfindenden Treffens der Deutschen Burschenschaft in Eisenach fordert die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) eine stärkere Beobachtung dieser Gruppierung durch den Verfassungsschutz.

Der erste stellvertretende Bundesvorsitzende Hermann Benker sagte: „Die derzeitige Diskussion in der Burschenschaft über die Einführung eines sogenannten ‚Ariernachweises‘ ist ein erschreckendes Beispiel für die ausgeprägten extremistischen und rassistischen Tendenzen in dieser Burschenschaft. Ganz klar werden hier völkische Ideologien propagiert, die in unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung nichts zu suchen haben.“

Zwar ist nur ein geringer Teil der Studenten überhaupt korporiert, aber die Gefahr besteht, dass sich die der rechten Burschenschaft zugehörigen Gruppierungen mit anderen Rechtsextremen zusammentun und eine unheilvolle Allianz bilden. So nutzte nach Medienberichten eine Burschenschaft in Jena das sogenannte „Braune Haus“ in der Stadt für ihre Treffen. Das Haus war von einem Neonazi angemietet, der zurzeit im NSU-Prozess in München vor Gericht steht.

Benker: „Wichtig ist, dass die Sicherheitsbehörden die Burschenschaften im Blick haben. Der Anspruchsgedanke, der Burschenschaftler einer altehrwürdigen Gemeinschaft anzugehören und über einen akademischen Hintergrund zu verfügen, darf nicht über ihre in Teilen Menschenverachtende Denkweise hinwegtäuschen.“

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