Rassismus hat auch im Fußballstadion keine Berechtigung

22. Mai 2013 | Themenbereich: Rheinland-Pfalz | Drucken

Die rheinland-pfälzische Landesregierung will gemeinsam mit der Polizei, Fans und Vereinen gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung im Fußball vorgehen. „Sport steht für Fairness, Respekt und Toleranz. Zugleich ist das Fußballstadion aber leider auch ein Ort, an dem gewisse Gruppen diskriminierende Haltungen offensiv ausleben“, sagte Innenminister Roger Lewentz bei der Vorstellung der DVD „Fußball für ein buntes Miteinander – Gegen Rassismus und Diskriminierung“ am Dienstag in Mainz. Die DVD wurde vom Innenministerium in Zusammenarbeit mit der Medienzentrale der Bereitschaftspolizei zusammengestellt und soll dem steigenden Bedarf an Qualifizierung im Umgang mit Rassismus und Diskriminierung in der Vereinsarbeit Rechnung tragen. Die Informationen und Handlungsempfehlungen finden ihren Einsatz besonders in Übungsleiterschulungen und sollen als Beispiel und Anregung dienen.

Bereits im vergangenen Jahr wurde in Rheinland-Pfalz erstmals in einem Bundesland mit Aktionstagen unter dem Motto „Fußball für ein buntes Miteinander“ in sieben Stadien von der ersten bis zur vierten Liga zu mehr Courage gegenüber rassistischen und diskriminierenden Aktivitäten und Parolen aufgefordert. Die Veranstaltungen und Projekte wurden von der Medienzentrale der Bereitschaftspolizei mit der Kamera begleitet und das Material zu einer Dokumentation zusammengestellt.

„Handlungsbedarf besteht nicht nur in den medienpräsenten oberen Ligen, sondern besonders auch in den unteren Spielklassen, in denen unter anderem die Kontrollen durch Polizei und Medienöffentlichkeit weniger ausgeprägt sind“, sagte Lewentz. Zudem gebe es Bestrebungen von Rechtsextremisten, die Amateur- und Jugendvereine als Bühne für ihre Propaganda zu nutzen. Die DVD zeige auf, was jeder Einzelne tun könne, um ein Klima von Toleranz und Respekt zu schaffen. So werde die Prävention gegen Rassismus und Diskriminierung durch die Vereins- und Fanarbeit weiterentwickelt und gestärkt. „Uns allen muss klar sein, dass Rassismus und Diskriminierung im Fußballumfeld – genau wie in der Gesellschaft insgesamt – immer eine latente Gefahr bleiben werden und dass wir deshalb nie in unseren Bemühungen nachlassen dürfen, etwas dagegen zu unternehmen“, unterstrich Lewentz.

 

 

 

 

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