Erfolge für die Bundespolizei in der Grenzkontrolle

22. Mai 2013 | Themenbereich: Bayern, Bundespolizei | Drucken

Gleich zwei Fälle mit Familienbezug haben gestern (21. Mai) die Bundespolizei am Flughafen München beschäftigt. Ein Togolese versuchte mit der Aufenthaltskarte seines Bruders und einem gefälschten Reisepass die Bundespolizisten zu täuschen. Einen türkischen Staatsangehörigen rettete wenig später seine besorgte Mutter mit rund 5.000 Euro vor dem Aufenthalt hinter Gittern.

Der 29-Jährige Togolose wies sich bei der grenzpolizeilichen Kontrolle gleich mit mehreren Dokumenten aus. Die Urkundenspezialisten der Bundespolizisten entdeckten dann aber auch etliche Ungereimtheiten. In dem togoischen Reisepass war nicht nur die ganze Datenseite gefälscht, sondern – offenbar zur Legendenbildung – auch mehrere europäische Grenzkontrollstempel.

Das Lichtbild des belgischen Aufenthaltstitels sah der kontrollierten Person zwar ähnlich. Dass die Beamten dennoch Verdacht schöpften, verwundert angesichts der späteren Aussage des Togolesen nicht. Der Mann räumte nämlich ein, dass sowohl der Aufenthaltstitel als auch der belgische Führerschein und die togoische Identitätskarte seinem Bruder gehörten. Das Ziel des Täuschungsmanövers war, mit der Identität des Bruders nach Belgien zu gelangen.

Die Bundespolizei zeigte den Afrikaner wegen Urkundenfälschung und Ausweismissbrauchs an. Der 29-Jährige wird heute (22. Mai) nach Istanbul zurückgewiesen.

Bei der Einreisekontrolle nach Ankunft einer anderen Maschine aus Istanbul fiel den Bundespolizisten bei einem 37-Jährigen eine Fahndungsnotierung ins Auge. Die deutsche Justiz suchte den Türken wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz seit bereits mehr als drei Jahren. Der Mann hatte nun die Wahl, entweder 5.300 Euro Strafe zu zahlen oder die nächsten 73 Tage in der Justizvollzugsanstalt zu verbringen. Seine Mutter zahlte schließlich die geforderte Summe, sodass er die Bundespolizeidienststelle doch noch als freier Mann verlassen konnte.

 

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