Herabsetzung der Promillegrenze für Radfahrer notwendig

21. Mai 2013 | Themenbereich: Verkehr | Drucken

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) unterstützt den Vorschlag der Innenminister, den heute gültigen Alkoholgrenzwert für die sogenannte „absolute Fahruntüchtigkeit“ bei Radfahrern von 1,6 Promille auf einen deutlich niedrigeren Wert zu reduzieren. Dieser Vorschlag wird anlässlich der Frühjahrstagung der Innenminister in Hannover diskutiert.

Der 1. Stellvertretende Bundesvorsitzende Hermann Benker dazu: „Es ist nicht nachvollziehbar, wie dieser Grenzwert jemals so hoch festgelegt werden konnte – bei Alkoholwerten bis 1,59 Promille kann niemand sein Fahrrad sicher führen. Zukünftig sollte hinsichtlich der „absoluten Fahruntüchtigkeit“ für Radfahrer mindestens die gleiche Grenze gelten, wie sie schon heute für Autofahrer verbindlich ist, nämlich 1,1 Promille.“

Der Polizei ist durch Auswertung der Verkehrsunfälle schon lange bekannt, dass Fahrradfahrer überproportional häufig an alkoholbedingten Verkehrsunfällen beteiligt sind. Dabei ist zu berücksichtigen, dass darüber hinaus die Dunkelziffer der verletzten Radfahrer sehr hoch liegt, wie eine im Jahre 2010 vorgelegte Studie aus Münster eindrücklich nachweist.

Auch in unserer Rechtssystematik gilt das Gebot des Selbstschutzes. So wie Autofahrer den Gurt anlegen müssen, um sich bei einem Unfall zu schützen, gilt für Radfahrer, dass sie als besonders gefährdete „ungeschützte Verkehrsteilnehmer“ nur dann sicher unterwegs sein können, wenn sie ihr Rad jederzeit beherrschen – Alkoholbeeinflussung verhindert dies. Vergessen werden darf auch nicht, dass aufgrund der komplexen Verkehrsführung vor allem im großstädtischen Bereich, die volle Konzentration und Verkehrstüchtigkeit der Radfahrer gefordert ist.

 

 

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