DPolG unterstützt Vorschlag von Nordrhein-Westfalen nach bundesweitem „Blitz-Marathon“

21. Mai 2013 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) begrüßt den Vorschlag des nordrhein-westfälischen Innenministers Ralf Jäger, den „24-Stunden-Blitzmarathon“ im Straßenverkehr künftig – nach entsprechender Abstimmung – auch bundesweit durchzuführen. Jäger will dieses Anliegen anlässlich der in dieser Woche in Hannover stattfindenden Innenministerkonferenz einbringen. Der Blitz-Marathon, der im vergangenen Jahr in Nordrhein-Westfalen begonnen hat, inzwischen auch in Niedersachsen und Berlin durchgeführt wurde und nun auch im Freistaat Bayern realisiert werden soll, sei erfolgreich gewesen und habe zahlreiche Temposünder gebremst, so der nordrhein-westfälische Innenminister.

Dazu der 1. Stellvertretende DPolG Bundesvorsitzende Hermann Benker: „Zu hohe Geschwindigkeiten gehören zu den Hauptursachen von Verkehrsunfällen – diese haben oftmals unbeschreibliches Leid zur Folge. Daher werden alle gezielten Verkehrsüberwachungsmaßnahmen, die der Erhöhung der Verkehrssicherheit dienen, von uns unterstützt. Ein Kraftfahrzeugführer muss eben immer und überall damit rechnen, dass sein Verhalten im Straßenverkehr überprüft wird.“

Nach Erfahrungen der nordrhein-westfälischen Polizei haben die Aktionen einen positiven Einfluss auf das Fahrverhalten der Autofahrer. An normalen Kontrolltagen seien bis zu acht Prozent zu schnell gefahren, beim ersten Blitz-Marathon fuhren dagegen lediglich vier Prozent und beim zweiten und dritten sogar nur noch drei Prozent der Fahrer zu schnell.

Benker: „Neben dem Erfolgsmodell ‚Blitz-Marathon‘ gehören moderne Verkehrsleitsysteme mit nachvollziehbaren und situationsabhängigen Geschwindigkeitsregelungen sowie regelmäßige Kontrollen mit Anhalten der Fahrzeugführer sowie deren direkte Ansprache durch die Polizei zu einer effektiven Verkehrssicherheitsarbeit. Verkehrsteilnehmer müssen immer mit Kontrollen rechnen, nicht nur anlässlich der ‚Blitzmarathon-Aktionen‘. Politiker mit verkehrspolitischer Verantwortung müssen daher die Polizei auch personell in die Lage versetzen, dass sie diese Aufgabe dauerhaft erfüllen kann“.

 

 

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