Viele Überstunden bei Mittelfrankens Polizei

16. Mai 2013 | Themenbereich: Bayern, Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Das bayerische Innenministerium wies die Polizeipräsidien an, konzeptionelle Vorschläge zum deutlichen Abbau der vorhandenen Mehrarbeitsstunden zu erarbeiten. Für Rainer Hirschmann, den mittelfränkischen Bezirksvorsitzenden der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), ist das eine eindeutige Bestätigung für die angespannte Personalsituation. „Unsere Kolleginnen und Kollegen leisten Dienst am Anschlag und sind aufgrund des fehlenden Personals gezwungen Überstunden aufzubauen. Diese wiederum können dann aber nicht abgebaut werden, weil eben das Personal fehlt.

Die Arbeit aber bleibt und wird nicht weniger.“ so Hirschmann. „Es ist zwar richtig, dass die Bayer. Polizei den höchsten Personalstand seit jeher verzeichnet, allerdings haben sich die Aufgaben auch deutlich vermehrt. Alleine die Kriminalitätsentwicklung der letzten Jahre rund um den Computer hat für zusätzliche Belastungen im Streifendienst und bei der Kripo gesorgt. Gleichzeitig kommen unsere Einsatzeinheiten auch nicht mehr aus den Stiefeln und bauen Stunden um Stunden auf.

Bei mehr Personal, z. B. in den mittelfränkischen Polizeiinspektionen, würden Überstunden dort erst gar nicht in der derzeitigen Größenordnung anfallen, bzw. könnten die angestauten Zusatzstunden zeitnah auch wieder abgebaut werden“, so Hirschmann weiter. Für ihn steht nach wie vor fest: „Die mittelfränkische Polizei ist in Sachen Personal unterm Strich nicht im Soll!“

 

 

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.