Gemeinsam gegen Mobbing an Berliner Schulen

15. Mai 2013 | Themenbereich: Berlin, Innere Sicherheit | Drucken

Mobbing darf an Berliner Schulen keine Chance haben. Mit diesem Ziel starteten die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft und die Techniker Krankenkasse (TK) im Schuljahr 2011/2012 das Projekt „Mobbingfreie Schule“. Die TK stellte dafür den Berliner Schulen 1.500 sog. „Anti-Mobbing-Koffer“ zur Verfügung, die Materialien zur Durchführung von themenbezogenen Projektwochen enthalten: ein Lehrerhandbuch, Aufklärungsfilme sowie Informationsmaterial für Schülerinnen, Schüler und Eltern. Das Ziel der Aktion: Die Klasse entwickelt eine solide Basis, um eine tragfähige Gemeinschaft in der Zukunft zu sein. Zur Umsetzung der Projektwoche erhalten Lehrkräfte eine besondere Schulung.

Nun werden die Materialien des Anti-Mobbing-Koffers um das Modul „Cybermobbing“ erweitert. Auf der Fachtagung „Mobbingfreie Schule“ am 16. Mai 2013 lernen Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte das neue Modul kennen.

Sandra Scheeres, Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft: „Wie lässt sich Cybermobbing erkennen und stoppen? Wie können Schulen präventiv tätig werden? Wie lassen sich Schülerinnen und Schüler vor den Gefahren des Internets schützen und wie vermittelt Schule am effizientesten Medienkompetenz? Und wie kann ich mich selbst wehren, wenn ich als Lehrkraft Opfer von Cybermobbing werde? Das sind die Fragen, auf die das neue Modul und die Fachtagung Antwort geben.“

Susanne Hertzer, TK-Chefin in Berlin: „Mit unserem Anti-Mobbing-Projekt sind wir auf einem guten Weg. Nicht zuletzt die enorme Nachfrage der Lehrkräfte nach Weiterbildungsveranstaltungen und Unterrichtsmaterial zeigt uns das. Prävention ist wichtig, egal, ob Mobbing in der realen oder virtuellen Welt stattfindet. Denn die betroffenen Kinder leiden oft ein Leben lang.“

Mobbing und Cybermobbing haben zwar viele Gemeinsamkeiten, es gibt aber auch gravierende Unterschiede. So ist die Zahl der Beteiligten beim Mobbing via Internet kaum zu überblicken, Verunglimpfungen verbreiten sich rasant, sind kaum zu korrigieren oder gar zu stoppen. Für die heutige Generation der Schülerinnen und Schüler ist die Nutzung von Handy und Internet eine Selbstverständlichkeit – soziale Netzwerke sind alltäglich. Neben vielen Chancen, die die neuen Medien bieten, gibt es aber durch eine scheinbare Anonymität auch große Gefahren. Eine Studie im Auftrag der TK belegt, dass jeder dritte Schüler in Deutschland bereits im Internet oder per Handy gemobbt wurde. Drohungen und Beleidigungen sind hier die häufigste Form. Jeder zwölfte Befragte gibt sogar an, selbst gemobbt zu haben.

Das Programm „Mobbingfreie Schule – gemeinsam Klasse sein“ ist eine sinnvolle Ergänzung zu bereits vorhandenen Materialien und Projekten, wie z.B. den Notfallplänen für Berliner Schulen. Hier finden die Schulen konkrete Handlungsempfehlungen zum Thema Mobbing und Cybermobbing sowie auch Hinweise zur Präventionsarbeit. Seit dem Schuljahr 2012/2013 bieten die Berliner Schulpsychologinnen und Schulpsychologen für Gewaltprävention und Krisenintervention Fortbildungen für Mitglieder von Krisenteams an. Das zweijährige modulare Fortbildungscurriculum enthält u.a. auch ein Modul zum Thema Mobbing in der Schule.

 

Quelle Berliner Senat

 

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