Alarmierende Einbruchzahlen

14. Mai 2013 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen, Niedersachsen | Drucken

Wenn innerhalb eines Jahres Wohnungseinbruchszahlen um 24 % steigen – so wie in Hannover – bedarf dies einer genauen Analyse!

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter warnt schon seit geraumer Zeit davor, den Ermittlungsbereich nicht weiter überzustrapazieren. In vielen Dienststellen fallen Ermittlerinnen und Ermittler für die eigentlichen Aufgaben aus, weil sie in das allgemeine Einsatzgeschehen eingebunden werden oder im Streifendienst aushelfen müssen. Die KED/ZKD werden systematisch überbelastet und die Vorgängen müssen dann liegen bleiben!

Irgendwann kommt die Quittung, wenn die Kripo-Dienststellen überaltern und gut ausgebildete Kriminalisten reihenweise in Pension gehen und nun auch noch keine Direktversetzungen in den Ermittlungsbereich kommen. Die Ideologen feiern dies sogar als Erfolg der Einheitsausbildung!

Bei den heutigen Strukturen der Täter ist es nach unserer fachlich unbestrittenen Auffassung oft erforderlich, dass täterorientiert ermittelt wird. Da ist es hilfreich, spezielle Ermittlungsgruppen zu bilden. Das gilt selbstverständlich auch für andere Deliktsbereiche. Allerdings können solche Ermittlungsgruppen nur erfolgreich sein, wenn sie mit gut und speziell ausgebildetem Personal ausgestattet werden. Genau das wird aber schon bei der Generalistenausbildung speziell in Niedersachsen falsch gemacht. Hier sehen wir dringenden Handlungsbedarf, denn Ausbildung, spezialisierte Fortbildung, langjährige Erfahrung in den einzelnen Ermittlungsbereichen sind genauso notwendig wie auch eine persönliche Perspektive für die Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter.

Es ist Zeit um Handeln.

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