Woidke empfängt den Kommandeur des Kommandos Territoriale Aufgaben der Bundeswehr zu Antrittsbesuch

13. Mai 2013 | Themenbereich: Brandenburg, Innere Sicherheit | Drucken

Innenminister Dietmar Woidke hat den Kommandeur des neu aufgestellten Kommandos Territoriale Aufgaben der Bundeswehr, Generalmajor Hans-Werner Wiermann, am Montag in Potsdam zu einem Antrittsbesuch empfangen. Im Mittelpunkt der Begegnung stand vor allem die weitere Entwicklung der Zivil-militärischen Zusammenarbeit im Bereich der Katastrophenhilfe nach der Umstrukturierung der Bundeswehr. Durch die Bundeswehrreform entfallen in Brandenburg rund 1.400 Dienstposten.

Der Minister hob die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Landeskommando Brandenburg im Bereich Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hervor. Er äußerte zugleich die Erwartung, dass durch das neue Kommando das Zusammenwirken von zivilen und militärischen Stellen zum Schutz der Bevölkerung noch intensiver wird. General Wiermann sagte: „Im Kommando Territoriale Aufgaben der Bundeswehr werden die Kompetenzen der Bundeswehr in der zivil-militärischen Zusammenarbeit zusammengefasst und damit künftig noch professioneller wahrgenommen.“

Woidke unterstrich: „Die Bundeswehr war in der Vergangenheit immer ein zuverlässiger Partner für das Land und seine Menschen, wenn Not am Mann war. Dabei muss es auch für die Zukunft bleiben. Die Umstrukturierung der Armee darf nicht dazu führen, dass für den Katastrophenschutz wichtige Kernfähigkeiten der Bundeswehr in der Region verloren gehen.“ Dazu gehörten insbesondere ausreichende Pionierfähigkeiten. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die noch nicht abgeschlossene Diskussion um den Erhalt des Pionierbataillons 803 in Havelberg (Sachsen-Anhalt).

Zugleich begrüßte der Minister die Aufstellung der aus Reservisten bestehenden Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskräfte (RSUKr), die auch für die Katastrophenhilfe zur Verfügung stehen sollen. Die stärkere Einbeziehung von Reservisten dürfe aber nicht dazu führen, dass ehrenamtliche Helfer aus den verschiedenen Hilfsorganisationen und den Freiwilligen Feuerwehren an anderer Stelle gebunden würden.

General Wiermann erläuterte: „In Brandenburg wird eine Regionale Sicherungs- und Unterstützungskompanie in Potsdam aufgestellt. Patentruppenteil ist das Brandenburger Logistikbataillon 172 aus Beelitz, dessen Kommandeur ich von 1997 bis 1999 sein durfte. Die rund 100 Reservisten suchen, so ergab es sich aus Gesprächen, vor allem eine militärische Heimat, die ihnen nur die Bundeswehr bieten kann.“

Das Kommando Territoriale Aufgaben der Bundeswehr mit Sitz in Berlin wurde Ende Januar aufgestellt. Es ist unter anderem im Rahmen der Zivil-Militärischen Zusammenarbeit für die Koordination des Heimatschutzes und der Not- und Katastrophenhilfe zuständig und ist Teil der Streitkräftebasis. Ihm unterstehen insbesondere die 15 Landeskommandos mit ihren 30 RSU-Kompanien. Die Kompanien werden jeweils von einem Patentruppenteil materiell und ausbildungstechnisch unterstützt.

Dem Kommando Territoriale Aufgaben der Bundeswehr unterstehen ferner das Kommando Feldjäger in Hannover, das ABC-Abwehrkommando in Bruchsal, das Zentrum Operative Information in Mayen, das Zentrum Zivil-Militärische Zusammenarbeit in Nienburg/Weser, das Wachbataillon beim Bundesministerium der Verteidigung in Berlin sowie die Truppenübungsplätze der Bundeswehr.

 

Qelle: Ministerium des Innern des Landes Brandenburg

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