Spezialisierte Ausbildung bei der Brandenburgischen Polizei

10. Mai 2013 | Themenbereich: Brandenburg, Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Auftaktgespräche des neuen BDK-Landesvorstandes bei den Innenpolitischen Sprechern der Landtagsfraktionen von CDU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen in Sachen spezialisierter Ausbildung bei der Brandenburgischen Polizei vielversprechend absolviert.

Vor dem Hintergrund einer ureigenen Forderung des Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) und der jüngst durch den Generalstaatsanwalt des Landes Brandenburg, Dr. Erardo Cristoforo Rautenberg, neu aufgeworfenen Diskussion um die Notwendigkeit einer spezialisierten Ausbildung für Schutz- und Kriminalpolizei, führten der neue Landesvorsitzende Riccardo Nemitz (39) und sein 1. Stellvertreter Volker Wanders (51) erste Gespräche mit den innenpolitischen Sprechern der Landtagsfraktionen von CDU, FDP und Bündnis 90 / Die Grünen. Die Beteiligten waren sich einig, dass die Brandenburgische Polizei nur mit einer spezialisierten Ausbildung bei Schutz- und Kriminalpolizei zukunftssicher aufgestellt ist.

So unterstrich der Innenpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Björn Lakenmacher, die Dringlichkeit einer spezialisierten Ausbildung. Im Fokus steht hierbei die sinkende Qualität der Ermittlungsergebnisse und den daraus resultierenden sinkenden Verurteilungen bei den Gerichten. Gerade die Qualität der abgelieferten Ermittlungsergebnisse durch die Kripo ist das Fundament für die Erhebung der Anklagen durch die Staatsanwaltschaften und später die Verurteilungen bei den Gerichten. Allein durch die polizeiliche Präsenz ist dies nicht zu leisten. Nur solide ausgebildete Kriminalisten, welche Hand in Hand mit den Kolleginnen und Kollegen der Schutzpolizei ihre Arbeit verrichten, bilden hierfür die Grundlage.

Die Forderung nach einer spezialisierten Ausbildung teilte auch Hans-Peter Goetz, Innenpolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion. Er machte in diesem Zusammenhang deutlich, dass eine verwendungsorientierte Ausbildung nicht von heute auf morgen Früchte tragen wird. So stünden neue, ausgebildete Kriminalisten erst nach dem Abschluss ihres dreijährigen Studiums zur Verfügung. Zu beachten ist weiterhin, dass die noch vereinzelt vorhanden Kriminalisten bei der Brandenburgischen Polizei, welche in der „Vorwendezeit“ eine echte Kriminalisten-Ausbildung absolvierten, nach und nach altersbedingt aus dem Dienst ausscheiden. Somit stehen diese Kollegen für einen unabdingbaren Wissenstransfer nicht mehr zur Verfügung.

Ebenso steht Frau Ursula Nonnemacher, Innenpolitikerin von der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen hinter der Forderung des BDK. Sie zog dabei Parallelen zu anderen Berufen. Frau Nonnemacher, welche von Hause aus Notärztin ist, kann die Forderung nach Spezialisierung, analog zu den Medizinern, voll und ganz nachvollziehen. Für sie hat Qualität einen ausgesprochenen hohen Stellenwert.

Mit den Gesprächen hebt der BDK Brandenburg hervor, dass er mit allen demokratischen Parteien gleichermaßen den engen und vertrauensvollen Dialog sucht und führt. Somit folgen nun die Gespräche mit den Innenpolitikern der Regierungsfraktionen von SPD und Die Linke. Termine mit Innenminister Dr. Woidke (SPD) und Dr. Scharfenberg (Die Linke) sind vereinbart. Selbstverständlich gibt es auch ein Gesprächsangebot für die Innenpoltische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion und Innenausschussvorsitzende, Frau Stark. In diesen Gesprächen wird der BDK seine Forderungen unterstreichen und konsequent für eine funktionierende und solide Strafverfolgung als Grundlage für unsere demokratische Ordnung eintreten.

 

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