Führende Wirtschaftsvertreter verharmlosen Steuerkriminalität

7. Mai 2013 | Themenbereich: Parteien, SPD | Drucken

Zur Entscheidung des Aufsichtsrats des FC Bayern München, Uli Hoeneß als Vorsitzenden zu halten, erklärt der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Joachim Poß:

Die Entscheidung des Aufsichtsrates des FC Bayern München, Hoeneß trotz seiner erheblichen Steuerhinterziehung als Vorsitzenden zu halten, wirft ein bemerkenswertes Licht auf die Moral- und Rechtsvorstellungen der Aufsichtsratsmitglieder. Damit werden Maßstäbe bei der Bewertung von Steuerkriminalität ins Ungute verschoben. Das in manchen Kreisen immer noch grassierende Vorurteil, es handele sich dabei um ein Kavaliersdelikt, wird bestätigt. Wir reden bei den Aufsichtsratsmitgliedern des FC-Bayern nicht von irgendwem. Es sind Vertreter von Deutschlands größten Unternehmen, die allesamt Anforderungen an Compliance-Bestimmungen in ihren eigenen Häusern erfüllen müssen. Wie dies nach einer solchen Entscheidung glaubhaft geschehen soll, ist fraglich.

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