Deutsche Islam Konferenz startet Initiative zur Präventionsarbeit mit Jugendlichen.

7. Mai 2013 | Themenbereich: Innere Sicherheit | Drucken

Das Plenum der Deutschen Islam Konferenz (DIK) kommt heute in Berlin zusammen. Im Mittelpunkt der Sitzung steht die Prävention von Extremismus und gesellschaftlicher Polarisierung. Zu diesem Thema startet die DIK heute eine neue Initiative. Die seit 2010 kontinuierlich tagende Arbeitsgruppe „Präventionsarbeit mit Jugendlichen“ hat hierfür Eckpunkte zur Förderung von Projekten vor allem im Jugendbereich erarbeitet. Schwerpunkte dieser Initiative sind die Phänomene Muslimfeindlichkeit, Antisemitismus und Islamismus im Sinne eines religiös begründeten Extremismus unter Muslimen.

Dass die Eckpunkte auch praktisch in der Maßnahmenförderung berücksichtigt werden, soll ein von der DIK initiierter Förderkreis sicherstellen. Diesem gehören neben dem Bundesministerium des Innern auch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, das Auswärtige Amt, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, die Bundeszentrale für politische Bildung sowie die Robert Bosch Stiftung an. Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich erklärt dazu: „“Ich unterstütze die Initiative, die neben der Verhinderung von islamistischem Extremismus und Muslimfeindlichkeit auch die Verhinderung von Antisemitismus zum Ziel hat.““

Die zentralen Maßnahmen und Ergebnisse der DIK für die gesamte Legislaturperiode bewertet Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich positiv. Die DIK habe praxisorientierte Arbeit geleistet. Der Leitfaden zur Imam-Fortbildung oder die Erklärung gegen häusliche Gewalt und Zwangsverheiratung seien Beispiele dafür. Weitere wichtige Zukunftsfragen stünden allerdings noch aus: „“Ich denke hier insbesondere an Fragen der Lebenshilfe, Lebensberatung und freien Wohlfahrtspflege““, so Dr. Friedrich. Zudem sollte sich die DIK stärker „regionalisieren“. Die Ergebnisse der Deutschen Islam Konferenz könnten noch besser vor Ort verankert werden. „“Dies ist eine der strukturellen Aufgaben insbesondere der nächsten Legislaturperiode.““

 

 

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