Gewalt gegen Polizeibeamte/innen

4. Mai 2013 | Themenbereich: Nordrhein Westfalen, Polizei | Drucken

Im vergangenen Jahr wurden 15 Polizistinnen und Polizisten in Nordrhein-Westfalen im Dienst so schwer verletzt, dass sie mehrere Tage und Wochen dienstunfähig waren. 2011 waren es neun und im Jahr davor 13. „Angriffe auf Polizisten, die die Bürgerinnen und Bürger schützen, sind vollkommen inakzeptabel“, sagte Innenminister Ralf Jäger heute (4.5.) bei der Vorstellung des Lagebildes „Gewalt gegen Polizeibeamte“ in Düsseldorf.

„Der Schutz von Polizisten hat für mich höchste Priorität. Deshalb statten wir sie bestmöglich aus und überprüfen und entwickeln fortlaufend die Aus- und Fortbildung sowie die Einsatztaktik.“ Aus der landesweiten Untersuchung des Landeskriminalamtes ergeben sich 5.982 Vorfälle, bei denen es zu Straftaten gegen Polizeibeamte kam. Dabei wurden insgesamt 1.816 Polizeibeamte verletzt (- 3,1 Prozent), 83 Prozent von ihnen im Streifendienst. 1.597 wurden leicht verletzt und konnten ihren Dienst nach dem Vorfall fortsetzen.

Der typische Täter ist jung, männlich, handelt allein und ist alkoholisiert. Zwei Drittel der 6.237 ermittelten Tatverdächtigen war bereits kriminalpolizeilich aufgefallen. Bei jedem dritten handelte es sich um einen Mehrfachtatverdächtigen. Das Lagebild stellt eine zunehmende Respektlosigkeit, fehlende Anerkennung staatlicher Institutionen sowie eine niedrige Hemmschwelle bei der Gewalt gegen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten fest.

Rund 26 Pro- Gewalt gegen Polizei 2012: 15 Polizistinnen und Polizisten schwer verletzt Innenminister Jäger: Angriffe völlig inakzeptabel Seite 2 / 2 zent der erfassten Vorfälle waren Beleidigungen oder die Betroffenen folgten nicht den Anweisungen. „Die Polizisten erleben bei ihren Einsätzen häufig aggressives und respektloses Verhalten. Wir müssen darauf hinwirken, dass das Handeln der Polizisten wieder mehr respektiert und wertgeschätzt wird“, sagte der Innenminister.

„Die Polizei braucht unseren Rückhalt.“

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