Sicherer Arbeitsraum Straße

3. Mai 2013 | Themenbereich: Bayern, Verkehr | Drucken

Jährlich ereignen sich bei den Autobahnmeistereien in Bayern über 150 Arbeitsunfälle. In den vergangenen sechs Jahren waren sogar vier Tote zu beklagen. Vor diesem Hintergrund hat heute Bayerns Innenminister Joachim Herrmann gemeinsam mit Norbert Flach, dem Vorstandsvorsitzenden der Bayerischen Landesunfallkasse, bei der Autobahnmeisterei Tennenlohe einen neuen Trainings-Parcours für den Straßenbetriebsdienst vorgestellt: „Mit dem innovativen ‚Parcours sicherer Arbeitsraum Straße‘ lernen unsere Straßenwärterinnen und Straßenwärter, wie sie bei ihrer täglichen Arbeit mit gefährlichen Situationen noch professioneller umgehen können.“ Dazu gehöre beispielsweise, Geschwindigkeiten und Entfernungen herannahender Fahrzeuge genauer einzuschätzen. „Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Schutz vor Arbeitsunfällen und für mehr Verkehrssicherheit“, betonte der Innenminister. „Das ist ganz im Sinne unseres neuen Verkehrssicherheitsprogramms ‚Bayern mobil – sicher ans Ziel‘, mit dem wir die Verkehrsunfälle in Bayern bis 2020 deutlich senken wollen.“

Der von der Bayerischen Landesunfallkasse zusammen mit der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen entwickelte Trainings-Parcours werde nun nach und nach bei allen bayerischen Autobahnmeistereien sowie auch bei Straßenmeistereien durchgeführt, so Herrmann weiter. Ziel sei, möglichst viele Straßenwärterinnen und Straßenwärter zu schulen. „Ich freue mich sehr, dass die Bayerische Landesunfallkasse den Parcours im Rahmen ihres Präventionsauftrags anbietet“, sagte der Innenminister. „Uns ist sehr wichtig, alles zu unternehmen, um unsere Beschäftigten im Straßenbetriebsdienst bestmöglich vor Gefahren zu schützen.“ Neben regelmäßigen Schulungsmaßnahmen würden beispielsweise laufend neueste Sicherungsfahrzeuge und hochwirksame Schutzausrüstungen für Straßenwärter beschafft. Dazu kommen weitere technische Schutzmaßnahmen wie unter anderem spezielle Warnschwellen, besser wahrnehmbare LED-Tafeln und CB-Funk-basierte Warnsysteme.

In Bayern kümmern sich rund 2.900 Beschäftigte im Straßenbetriebsdienst um insgesamt 22.500 Kilometer Autobahnen, Bundesstraßen und Staatsstraßen. Unter anderem räumen die Straßenwärter den Schnee, bringen Streugut aus, schneiden Bäume zu, mähen Seitenstreifen, reinigen Leitpfähle und achten darauf, dass die Straßen frei von abgebrochenen Ästen und anderen Hindernissen wie verlorener Ladung sind.

Da diese Aufgaben meist im fließenden Verkehr erledigt werden müssen, komme es immer wieder zu gefährlichen Situationen, erläuterte Herrmann mit Blick auf die hohe Verkehrsdichte vieler Strecken. Insbesondere das oftmals rücksichtslose Verhalten anderer würde die Mitarbeiter im Straßenbetriebsdienst gefährden. Der Innenminister appellierte daher an alle Verkehrsteilnehmer: „Bitte nehmen Sie Rücksicht auf unsere Straßenwärterinnen und Straßenwärter, reduzieren Sie ihr Tempo und halten Sie ausreichend Sicherheitsabstand!“

 

 

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