Justizminister Kutschaty garantiert Standort Hövelhof

2. Mai 2013 | Themenbereich: Nordrhein Westfalen, Strafvollzug | Drucken

Aus Anlass der Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Jugendstrafanstalten und der Besonderen Vollstreckungsleiter in Deutschland, die derzeit in Hövelhof stattfindet, sprach Justizminister Kutschaty nicht nur mit Anstaltsleitung und Beirat, sondern auch mit dem Personalrat der JVA Hövelhof. Und er hatte für die Kolleginnen und Kollegen eine positive Nachricht im Gepäck, mit der er die seit gut einem Jahr andauernden Spekulationen über den weiteren eigenständigen Bestand dieser Vollzugseinrichtung beendete. Der Justizminister erklärte, sein Ministerium sei zu der Überzeugung gelangt, dass eine Fusion mit einer anderen Einrichtung keinen Sinn mache. Mögliche Synergieeffekte seien gering, zumal dafür das Risiko eingegangen werden müsse, die erfolgreiche Arbeit in Hövelhof zu beschädigen.

Justizminister Thomas Kutschaty gab jetzt eine Bestandgarantie für die JVA Hövelhof.

Damit sind jene Spekulationen vom Tisch, die die Hövelhofer Kolleginnen und Kollegen in den zurückliegenden Monaten so sehr verunsichert haben. Speziell genährt wurden die Gerüchte durch sinkende Belegungszahlen und den geplanten Verkauf des Verwaltungsgebäudes der Hövelhofer Vollzugseinrichtung durch den Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB).

Da der Justizvollzug lediglich Mieter der Hövelhofer Jugendanstalt ist, kann der Eigentümer, der BLB, sich natürlich auch nach anderweitigen Verwendungen seiner Immobilien umsehen. Aber auch für diesen Fall signalisierte Ministerialdirigent Wilfried Mainzer, Leiter der Abteilung Justizvollzug im NRW-Justizministerium, Entwarnung. In diesem Fall werde das Ministerium die Option ziehen, Untermieter im Hövelhofer Verwaltungsgebäude zu bleiben. Derzeit seien allerdings keine konkreten Verhandlungen bekannt.

André Nienaber hatte in seiner Eigenschaft als BSBD-Ortsverbandsvorsitzender zusammen mit seiner Gewerkschaft nachdrücklich für den Bestand der JVA Hövelhof gekämpft. Er zeigte sich hoch erfreut, dass die unsägliche Diskussion endlich ein für die Kolleginnen und Kollegen positives Ende gefunden hat. „Die Verunsicherung hat ein Ende, jetzt können wir uns wieder unbelastet unserer eigentlichen Aufgabe zuwenden. Wir haben in Hövelhof ein schlüssiges Vollzugskonzept und sind darum bemüht, es in die Praxis umzusetzen, um den uns anvertrauten jungen Menschen eine realistische Perspektive für ein künftig straffreies Leben zu eröffnen“, blickt André Nienaber mit seinen Kolleginnen und Kollegen wieder optimistisch in die Zukunft.

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