Gemeinsam gegen das weltweite Verbrechen

30. April 2013 | Themenbereich: Bundeskriminalamt, Bundespolizei | Drucken

BKA-Präsident Jörg Ziercke traf am 29. April 2013 die neu gewählte Interpol-Präsidentin, Mireille Ballestrazzi, zu Fachgesprächen in Berlin. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die aktuellen Arbeitsschwerpunkte der Internationalen Kriminalpolizeilichen Organisation (IKPO-Interpol), wie zum Beispiel die Bekämpfung der internationalen Rauschgiftkriminalität, die Interpol-Strategie für Europa und die Zusammenarbeit mit Europol, insbesondere im Bereich der Internetkriminalität.

„Es ist für das BKA von großer Bedeutung, Interpol und insbesondere das Generalsekretariat in Lyon bei der Bekämpfung des international organisierten Verbrechens mit Expertise aber auch mit eigenem Personal zu unterstützen. Frau Ballestrazzi ist die richtige Wahl, um Interpol für die zukünftigen Herausforderungen der internationalen Kriminalitätsbekämpfung effektiv aufzustellen“, so Ziercke.

Die IKPO-Interpol ist der älteste multilaterale Kooperationsrahmen für grenzüberschreitende polizeiliche Zusammenarbeit. Nach den Vereinten Nationen ist sie mit 190 Mitgliedsstaaten die zweitgrößte zwischenstaatliche Organisation der Welt. Das Generalsekretariat der IKPO-Interpol als Kommunikations- und Informationszentrale hat seinen Sitz in Lyon/Frankreich.

Das BKA ist Nationales Zentralbüro und damit nationaler Ansprechpartner von Interpol in Deutschland. Derzeit arbeiten elf deutsche Polizeibeamte im Interpol-Generalsekretariat in Lyon. Ihr Aufgabenspektrum reicht von der Unterstützung im Kampf gegen die Rauschgiftkriminalität und Seepiraterie, der Durchführung von polizeilichen Lehrgängen in allen Regionen dieser Welt bis zur Bekämpfung von Cybercrime.

Ende 2014 wird der sogenannte Interpol Global Complex for Innovation in Singapur eröffnet. Von dort soll die Bekämpfung der Internetkriminalität weltweit unterstützt werden.

Neu geregelt wird auch die Zusammenarbeit zwischen der IKPO-Interpol und dem privatem Sektor. Aktuell leitet BKA-Vizepräsident Jürgen Stock eine Arbeitsgruppe (AG) zur Neugestaltung des IKPO-Interpol-Finanzierungssystems, die bis zur Interpol-Generalversammlung 2013 in Cartagena/Kolumbien ein entsprechendes Regelwerk entwickeln soll. Das Gespräch mit der Interpol-Präsidentin in Berlin nutzte der BKA-Vizepräsident, um den aktuellen Stand der Arbeiten der AG zu präsentieren.

BKA-Vizepräsident Stock: „Die weltweit herausragende Reputation und Neutralität von Interpol verpflichten uns, die Regeln zur Annahme von externen Finanz- und Sachmitteln transparent und nachvollziehbar zu gestalten“.

 

 

 

 

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