Sehenswerte Ausstellung über Dr. Hans Gross und die Anfänge der Kriminalistik

29. April 2013 | Themenbereich: Aktuelle Veranstaltungen, Brandenburg | Drucken

Der Titel der Ausstellung macht neugierig. Geht es hier um Sherlock Holmes, dem Meisterdetektiv von Arthur Conan Doyle? Wer ist dieser Dr. Gross? Was haben diese Personen mit dem Kleist-Literatur-Museum in Frankfurt (Oder) zu tun? Interessierte Ausstellungsbesucher werden viel über die Kriminalistik und Kriminologie erfahren können.

Kurz zur Vorgeschichte: 2008 wurde der Beschluss gefasst Personen zu ehren, welche sich herausragende Verdienste um die Kriminalistik und in der Kriminalitätsbekämpfung erworben haben. Seit dem befasst sich der Bund Deutscher Kriminalbeamter des Landesverbandes Brandenburg näher mit Dr. Hans Gross. Es entwickelten sich im Verlauf von mehreren Monaten herzvorragende Kontakte zum Hans Gross Kriminalmuseum in Graz, zur internationalen Otto-Gross-Gesellschaft und zur in Berlin lebenden 96jährigen Enkelin von Dr. Hans Gross, Frau Sophie Templer Kuh, welche gleichzeitig Ehrenvorsitzende der Otto-Gross-Gesellschaft ist.

Diese Kontakte und der Informationsaustausch führten zur Entscheidung des BDK Landesverbandes Brandenburg im Jahr 2009 erstmals einen Hans-Gross-Preis zu stiften.

Bisher wurde dieser Preis alle zwei Jahre in Frankfurt (Oder) an der Europa-Universität-Viadrina vergeben. So kam der Kriminologe und Begründer der Kriminalistik Hans Gross von Graz nach Frankfurt (Oder).

Einerseits war der Österreicher Hans Gross (1847-1915) der personifizierte Sherlock Holmes, ein Kämpfer gegen „lebensfremde Paragraphenjuristerei“ und ein Verfolger des Bösen. Schon als Untersuchungsrichter begann er die polizeilichen Ermittlungen in Strafsachen zu kodifizieren und mit den juristischen Anforderungen und den aufkommenden naturwissenschaftlichen Möglichkeiten zusammenzuführen. So wurde er zum Pionier der wissenschaftlichen Verbrechensaufklärung, also der Kriminalistik und gilt darüber hinaus als hervorragender Strafrechtler und Kriminologe. Auf den Spurensucher Gross geht der heute obligatorische Tatortkoffer ebenso zurück wie der Einsatz von Hunden bei polizeilichen Ermittlungen. Einmal Untersuchungsrichter, immer Untersuchungsrichter war sein Lebensmotto.

Hat er als Ehemann und Familienvater versagt? Wie war er als Mensch?

Die Ausstellung gewährt einen Blick hinter die Fassade von Menschen und des Zeitgeschehens.

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