13. Motorradsternfahrt nach Kulmbach

29. April 2013 | Themenbereich: Bayern, Verkehr | Drucken

„Wir haben in Bayern leider immer noch zu viele verunglückte Motorradfahrer“, hat heute Bayerns Innenminister Joachim Herrmann auf der 13. Motorradsternfahrt in Kulmbach herausgestellt. So kamen allein 2012 144 Biker auf Bayerns Straßen ums Leben. Herrmann habe daher die Sicherheit beim Motorradfahren zu einem wichtigen Schwerpunktthema im neuen Bayerischen Verkehrs-sicherheitsprogramm 2020 ‚Bayern mobil – sicher ans Ziel‘ gemacht. Dazu gehören umfangreiche Verbesserungen im Straßenraum, Fahrsicherheitsangebote, Aufklärungskampagnen und konsequente Maßnahmen gegen Raser unter den Motorradfahrern. „Getreu dem Motto ‚Ankommen statt Umkommen‘ werden wir den faszinierenden Reiz aus Technik, Dynamik und Naturgenuss beim Motorradfahren noch sicherer machen“, so der Innenminister.

„Ein besonderes Augenmerk legen wir auf Landstraßen, da wir dort über 80 Prozent der getöteten Motorradfahrer zu beklagen haben“, betonte Herrmann. „Die rund 400 Millionen Euro, die wir bis zum Jahr 2020 in die ‚gebaute‘ Sicherheit auf bayerischen Landstraßen investieren wollen, kommen daher insbesondere auch unseren Motorradfahrern zugute.“ Laut Herrmann gehöre dazu unter anderem, Hindernisse wie Brückenpfeiler, Leitungsmasten und auch Bäume unmittelbar am Straßenrand zu entfernen oder mit passiven Schutzeinrichtungen zu sichern. Auch werde die erfolgreiche Aktion ‚Sichere Motorradstrecken‘ fortgeführt und gefährliche Motorradstrecken in den nächsten drei Jahren für eine Million Euro mit Leitplanken und speziellem Unterfahrschutz für Motorradfahrer ausgestattet.

Mit gezielten Aufklärungsmaßnahmen will Herrmann zudem die Motorradfahrer über die spezifischen Gefahren ihres Hobbys informieren und auch die übrigen Verkehrsteilnehmer sensibilisieren. „Immer noch zählen Geschwindigkeitsverstöße, Vorfahrtsverletzungen und Fehler beim Abbiegen und Wenden zu den Hauptunfallursachen“, erläuterte Herrmann. „Etwa die Hälfte aller Motorradunfälle haben Autofahrer, Lkw-Fahrer oder andere Verkehrsteilnehmer verursacht.“ Besonders werbe Herrmann bei den Bikerinnen und Bikern für Fahrsicherheitstrainings. Das sei gerade zu Saisonbeginn und für Wiedereinsteiger „lebenswichtig“. Beispielsweise werden jedes Jahr im Vorfeld der Kulmbacher Motorradsternfahrt in enger Zusammenarbeit mit dem Landesverband der Bayerischen Fahrlehrer bayernweit rund ein Dutzend kostenloser Fahrsicherheitskurse angeboten.

Wo die Einsicht für vernünftiges Motorradfahren fehle, kündigte Herrmann auch konsequente Verkehrskontrollen durch die Bayerische Polizei an. „Die erhöhte Präsenz und das direkte Gespräch zwischen Polizei und Motorradfahrern sind mir dabei mindestens genauso wichtig, wie die Ahndung von Verkehrsverstößen“, so Herrmann. Riskantes Motorradfahren werde nicht geduldet.

Bei den vielen Kooperationspartnern der traditionellen Motorradsternfahrt nach Kulmbach bedankte sich Herrmann für das tolle Engagement: bei Antenne Bayern, der Kulmbacher Brauerei, der Stadt Kulmbach, dem Landesverband der Bayerischen Fahrlehrer, der Landesverkehrswacht, dem ADAC, TÜV und DEKRA, der Bayerischen Polizei sowie bei allen anderen Unterstützern. „Ihnen allen ist zu verdanken, dass auch die 13. Kulmbacher Motorradsternfahrt als größtes Biker-Event Süddeutschlands so erfolgreich ist.“

 

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