Merseburger Justiz im Nationalsozialismus im Fokus

26. April 2013 | Themenbereich: Justiz, Sachsen-Anhalt | Drucken

Fälle aus der Region stehen im Mittelpunkt der Ausstellung „Justiz im Nationalsozialismus. Verbrechen im Namen des Deutschen Volkes“, die am Montag, 29. April, im Amtsgericht Merseburg eröffnet wird und bis zum 31. Mai 2013 zu sehen ist. Neue, speziell für den Standort Merseburg erarbeitete Tafeln ergänzen eine Ausstellung, die bisher an neun Orten zu sehen war.

 

Am Mittwoch 8. Mai, 19.30 Uhr, wird ins Mehrgenerationenhaus Merseburg, Rossmarkt 2, eingeladen. Bei einem Filmabend steht das Schicksal von Fritz Bauer im Mittelpunkt. Der Film „Tod auf Raten“, dem sich ein Gespräch mit Rebecca Plassa von der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt anschließt, beleuchtet das Schicksal des Juristen, mit dessen Namen sich die Überführung Eichmanns nach Israel, die Frankfurter Auschwitz-Prozesse und die Vorbereitung der Prozesse gegen die Euthanasie-Schreibtisch-Täter verbinden.

Am Donnerstag, 23. Mai, steht im Amtsgericht, Geusaer Straße 88, das Thema „Verbotener Umgang mit Kriegsgefangenen“ im Mittelpunkt. Michael Viebig, Gedenkstätte Roter Ochse Halle (Saale), spricht über Fälle aus Merseburg und der Region. Begleitet wird die Ausstellung durch Veranstaltungen im Amtsgericht, Geusaer Straße sowie im Mehrgenerationenhaus am Roßmarkt stattfinden. Führungen für Schulklassen werden angeboten, Projekttage sind geplant.

Am Mittwoch, 29. Mai, 19.30 Uhr, steht im Mehrgenerationenhaus der Fall Anna Piehler im Zentrum: „Unkraut vergeht nicht“ ist die Szenische Lesung von Peter Donath vom Theater der Altmark überschrieben. Er stellt den Fall einer Frau aus Schönebeck vor, die für einen Diebstahl, der ihr nicht nachgewiesen werden konnte, zum Tode verurteilt und von amerikanischen Soldaten 1945 aus der Todeszelle im Roten Ochsen in Halle befreit wurde.

Das Ausstellungs- und Bildungsprojekt wird getragen vom Ministerium für Justiz und Gleichstellung, der Stiftung Gedenkstätten und der Landeszentrale für politische Bildung, der Heinrich-Böll- und der Friedrich-Ebert-Stiftung. Daneben beteiligen sich regionale Partner.

Führungen durch die Ausstellung können beim Amtsgericht Merseburg unter der Rufnummer 03461/2810 vereinbart werden.

 

 

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