Deutsche Sicherheitswirtschaft schützt vor Piraten

26. April 2013 | Themenbereich: Security | Drucken

Das Bundeskabinett hat gestern zwei neue Verordnungen beschlossen, die die Zulassung von bewaffneten privaten Sicherheitsdiensten zur Abwehr von Piraten auf deutschflaggigen Seeschiffen regeln. „Die beschlossenen Regelungen unterstreichen die gewachsene Leistungsfähigkeit und Qualität der deutschen Sicherheitswirtschaft zur Sicherung der Handelsflotten auf den Weltmeeren beim Schutz vor Piratenangriffen“, so BDSW-Hauptgeschäftsführer Dr. Harald Olschok.

„Es sei zu hoffen, dass der Bundestag zeitnah den Verordnungen zustimme, damit die ersten Sicherheitsunternehmen die Zulassung beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen können“, so Olschok. „Wir warten seit Monaten auf Rechtsklarheit, da der Gesetzgeber bereits eine Zulassungspflicht ab dem 01.12. 2013 festgelegt habe.“

Der BDSW fordere die deutschen Reeder auf, beim Schutz ihrer Schiffe qualifizierte deutsche Sicherheitsunternehmen mit dieser schwierigen und verantwortungsvollen Aufgabe zu betrauen. Es müsse eine ausreichende Zahl von Unternehmen in Deutschland zugelassen werden.

Das für den Kampf gegen Piraten erstmalig verbindlich eingeführte Zulassungsverfahren habe nach Auffassung des BDSW auch Vorbildcharakter für Sicherheitsunternehmen im Inland. „Das im Gewerberecht vorgesehene Unterrichtungsverfahren bzw. die Sachkundeprüfung werden den differenzierten Aufgaben der personellen Sicherheitswirtschaft immer weniger gerecht“, so Olschok. „Für den Schutz von kritischen Infrastrukturen, den Schutz von Großveranstaltungen sowie den Schutz des öffentlichen Personenverkehrs sei ebenfalls ein Zulassungsverfahren notwendig“, so der BDSW-Hauptgeschäftsführer. Hierfür mache sich der BDSW seit Jahren im Rahmen seiner Qualitätsoffensive stark. „Der im September zu wählende neue Bundestag bzw. die neue Regierung ist daher dringend gefordert, im Interesse der Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit und der Dienstleitungskunden endlich ein neues Zulassungsverfahren für Sicherheitsdienste im Inland hin zu mehr verbindlicher Qualität und Zuverlässigkeit durch Änderung der Gewerbeordnung anzugehen. Der BDSW bietet hierbei seine Unterstützung an“, so Olschok abschließend.

 

 

 

2 Kommentare
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  1. Keine gute Idee!
    Die deutsche Sicherheitswirtschaft trägt zu einem guten Beitrag in der Sicherheitsarchitektur bei. Die Sicherung der Seewege und der internationalen Seeschifffahrt ist hoheitliche Aufgabe! Mit Schrotflinte und anderen wenig geeigneten Einsatzmitteln lassen sich Piraten nicht abschrecken. Ausserdem stellt sich die Frage der Kommandostruktur auf einem Schiff. Hat der taktisch unerfahrene Kapitän das Sagen oder der Kommandoführer der Schutzmannschaft? Wer trägt die Verantwortung? Wer ermittelt nach Schusswaffengebrauch und eventueller Tötung Dritter? Wer hält einen Reeder davon ab, die Schutzmannschaft für andere Aufgaben zu beauftragen? Wer zahlt schafft an und im privaten Personenschutz gibt es hinreichend Beispiele für „entartete“ Schutzdienste, die den Begriff Schutz nicht verdienen. Alibisicherheit ist die Folge. Den Steuerzahler jedoch freut´s. Man darf auf die künftige Entwicklung gespannt sein.

  2. herrn olschok und sein gefolge freut es doch…noch mehr kohle verdienen
    und die wachleute am besten mit 7,50 an bord stehen lassen….

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