Kampf gegen Drogenkriminalität grenzüberschreitend führen

25. April 2013 | Themenbereich: Kriminalität | Drucken

Die besorgniserregende Zunahme der Drogenkriminalität erfordert nach Auffassung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) international abgestimmte Bekämpfungsstrategien. Vor allem die erneut drastischen Steigerungen bei der sichergestellten Menge (88 Prozent mehr als im Vorjahr) und der Erstkonsumentenzahl (ein Plus von 51 Prozent) kristalliner Methamphetamine, so insbesondere Crystal Meth, verdeutlichten, dass hoch kriminelle Hersteller und Schmuggler die gelockerten Grenzkontrollen in Europa ausnutzten, um ihre Märkte mit Drogen zu überschwemmen. GdP-Bundesvorsitzender Bernhard Witthaut: „Der Kampf gegen die organisierte Rauschgiftkriminalität muss von den Polizeien Europas gemeinsam geführt werden.“

Rauschgiftkriminalität, so Witthaut weiter, sei ein Kontrolldelikt. Die Polizei müsse den Druck auf die Hintermänner des Drogengeschäfts hoch halten können. Dabei setze der Ermittlungsdruck schon bei den Drogen-Konsumenten an. Eine effektive Bekämpfung der organisierten Drogenkriminalität sei indes nur möglich, wenn die Polizei über ausreichende Ressourcen verfüge. Witthaut: „Nicht nur bei der Bundespolizei, sondern auch in den Fachdienststellen der Landeskriminalämter und Polizeidirektionen darf am Personal nicht gespart werden. Wer das weiterhin tut, hält die Tür für die Drogenkriminellen weit offen.“

Der GdP-Bundesvorsitzende Witthaut erteilte Forderungen nach einer Legalisierung von Cannabis in Deutschland eine Absage. Cannabis werde zu Unrecht als harmlos dargestellt. Moderne Züchtungen erzielten eine stetige Erhöhung des Wirkstoffgehalts Tetrahydrocannabinol (THC). Witthaut: „Bei Konsumenten erhöht sich die Gefahr einer Schädigung des Gehirns. Insbesondere die Entwicklung von Jugendlichen kann bedrohlich beeinträchtigt werden.“

Witthaut forderte, an den wirkungsvollen Aufklärungsinitiativen in den Schulen festzuhalten. Dort werde auch klar gestellt, dass die landläufig verbreitete Meinung nach dem legalen Besitz von Cannabis falsch sei. Der GdP-Bundesvorsitzende: „Die Gewerkschaft der Polizei hält es angesichts der hohen Risiken, die in regelmäßigem Cannabiskonsum liegen, für unabdingbar, das richtige gesellschaftliche Signal zu setzen. Die Freigabe von Cannabis ist genau das falsche.“

1 Kommentar
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  1. Das hier ( http://www.ulmerecho.de/ArchivUlmerEcho/Sonderausgabe/DrogenausgabeHTML/schwerpunkt/Drogenkonsum.htm ) sind Zahlen aus dem Jahr 2008!
    … der Umsatz wird hier beziffert auf 265 Milliarden Euro!
    … mittlerweile kommt 90% des Roh-Opiums aus Afghanistan!
    Im Jahre des Herrn 2001 waren es? 0%! Die Taliban waren über ihre Geschäftspartner so sauer, das sie den Schlafmohnanbau bei Strafe (Hand abhacken) verboten! (Ich hatte die Tatsachen hier schon verlinkt gehabt)
    Ihre ehemaligen Geschäftspartner waren darüber bestimmt nicht sehr erfreut und ergriffen Maßnahmen!
    Nachdem die Maßnahmen ergriffen wurden, stieg der Drogenexport Afghanistans, sofort nach der ersten Aussaat, auf 56%!

    Herr Witthaut möchte die Hintermänner?
    Dann wünsche ich ihm viel Glück, denn er wird davon sehr viel benötigen!
    Ersteinmal um nicht einem plötzlichen „Unfall“ zu Opfer zu fallen ooooder politisch ausgegrenzt zu werden ooooder das seine Glaubwürdigkeit auf wundersame Weise zerstört wird (z.B. KiPo auf seiner HDD, seinem Telefon … und mir fällt bestimmt noch mehr ein …)!

    Bei 265 Milliarden Umsatz? Wieviel kostet es, um eine Beamtenkarriere zu zerstören?
    Wenn ich mir den Link aus meinem Kommentar ( http://www.cop2cop.de/2013/04/25/bdk-verband-bka-kritisiert-urteil-zur-anti-terror-datei/#comment-18841 ) ansehe … nicht sehr viel!

    Eine Drohung? Das ist keine Drohung! Sollte es Herr Witthaut schaffen, diesen Hintermännern, mit einem Umsatz (2008) von 265 Milliarden Euro so auf die Hühneraugen zu latschen, das es diesen Leuten (Menschen sind es ja nicht) weh tut, dann Gratuliere ich ihm persönlich! Ja, ich küsse Ihm sogar die Füße!
    … aber da dieser Tag niemals kommen wird, kann ich mir die Unverfrorenheit erlauben, zu versprechen, das ich ihm persönlich gratulieren würde!

    Wir „reden“ hier über Schwarzgeldkonten, Investmentfond, Finanzinvestitionen und und und!
    Diese Leute geben diese Knete nicht innerhalb eines Jahres aus, oder?
    … der Überschuss muss ja irgendwie angelegt werde, nicht?

    … ja, Realismus ist manchmal schon sehr schmerzhaft!

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