Rheinland-Pfalz funkt jetzt flächendeckend digital

24. April 2013 | Themenbereich: Innenminister, Innere Sicherheit, Rheinland-Pfalz | Drucken

Der Netzaufbau für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) in Rheinland-Pfalz ist seit Jahresbeginn schon abgeschlossen. Mit dem Start des erweiterten Probebetriebs in dieser Woche im Süden von Rheinland-Pfalz ist jetzt der digitale Funkverkehr im ganzen Land Standard. „Wir verfügen nun über ein Netz, das sicher, digital und bundesweit verfügbar ist, das die uneingeschränkte Kommunikation auch zwischen den unterschiedlichen Behörden gewährleistet, das Verlässlichkeit und verbesserte Empfangsqualität garantiert sowie die Sicherheit der Kommunikation durch Verschlüsselung der Benutzer gewährleistet“, sagte Innenminister Roger Lewentz. Rund 90.000 Menschen würden den Digitalfunk in Rheinland-Pfalz nutzen – vor allem Polizisten, Feuerwehrleute und Angehörige der Hilfsorganisationen. 23.000 Funkgeräte wurden bisher beschafft.

Anfang 2007 nahm die Projektgruppe Digitalfunk ihre Arbeit auf. Die eigentliche Aufbauphase begann mit dem Aufstellen des ersten Technikcontainers am Antennenstandort bei Traben-Trarbach am 1. April 2009. Bis heute wurden mit Unterstützung durch den „Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung“ und den „Landesbetrieb Daten und Information“ an insgesamt 275 Standorten Basisstationen errichtet. In den Regionen Trier und Koblenz ist das Netz nach erfolgreich durchgeführtem Probebetrieb bereits seit einiger Zeit in Betrieb. Heute folgte die restliche Landesfläche, der Netzabschnitt Rheinland-Pfalz Süd.

„Das vorgesehene Budget von rund 95 Millionen Euro für den Netzaufbau und die Beschaffung der Funkgeräte konnte nicht nur eingehalten, sondern sogar um rund

zehn Prozent unterschritten werden“, freut sich der Minister. Die Einführung des Digitalfunks in Rheinland-Pfalz habe nur deshalb so erfolgreich umgesetzt werden können, weil die Projektgruppe frühzeitig auf professionelle Projektmanagementtechniken gesetzt habe. Auch dies mache die Digitalfunkeinführung zu einer einmaligen Erfolgsgeschichte im Land.

„Der Schutz der Bevölkerung vor Gefahren und die Hilfeleistung in Notlagen haben für die Landesregierung oberste Priorität. Mit dem Aufbau dieses modernen, abhörsicheren und bundesweit gemeinsam nutzbaren Netzes werden die Voraussetzungen zur Gewährleistung der Inneren Sicherheit weiter verbessert“, so Lewentz.

Bundesweit soll der Netzaufbau im Wesentlichen bis Ende nächsten Jahres abgeschlossen sein. In dieser Zeit muss durch die Integration von Netzelementen und vor allem den Anschluss von weiteren Netzabschnitten noch mit betrieblichen Einschränkungen bis hin zu kurzzeitigen Betriebsstörungen gerechnet werden. Die Funktionsmerkmale des Digitalfunks sind noch nicht in allen Details definiert und mit dem Betreiber verbindlich geregelt. In dieser sogenannten Migrationsphase steht der Analogfunk als Rückfallebene weiterhin zur Verfügung.

 

 

 

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