Vier Landesministerien starten gemeinsames Pilotprojekt für sichere Schulwege

23. April 2013 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Verkehr | Drucken

„Die Sicherheit der Schulkinder insbesondere auf ihrem Weg zur Schule bedarf einer besonderen Aufmerksamkeit – unser Ziel sind flächendeckende Schul-radwegpläne in Baden-Württemberg“, sind sich Verkehrsminister Hermann, Kultusminister Stoch, Innenminister Gall und der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Bonde einig. Offizieller Projektstart war am 22. April 2013 im Ministerium für Verkehr und Infrastruktur.

Gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e. V. (AGFK-BW), dem Landesamt für Geoinformation und Landent-wicklung (LGL) sowie engagierten Kommunen und Schulen haben die vier Ministerien das „Pilotprojekt Radschulwegplan“ ins Leben gerufen. Damit nimmt Baden-Württemberg eine Vorreiterrolle bei der Verbesserung der Verkehrssicherheit von Schulwegen und der Förderung einer eigenständigen Mobilität von Kindern und Jugendlichen ein.

Bereits mit dem Aktionserlass „Sicherer Schulweg 2011/2012″ und dem Schulwegplan-Monitoring vom Juni 2012 hat Baden-Württemberg einen Prozess angestoßen, der durch die jährliche Aktualisierung der Geh- und Rad-Schulwegpläne fortgesetzt und verstetigt werden soll. Alle Straßenverkehrsbehörden sind dabei zusammen mit den allgemein bildenden Schulen und der Polizei dazu aufgerufen, Geh- bzw. Rad-Schulwegpläne zu erstellen.

Wie dies gelingen kann, haben die Ellentalgymnasien in Bietigheim-Bissingen 2012 eindrucksvoll gezeigt: Hier wurde mit LGL ein Verfahren zur Erstellung eines Radschulwegplans entwickelt und erprobt. Wichtiger Bestandteil dieses Verfahrens ist ein webfähiges Geoinformationssystem (WebGIS), mit dem Schülerinnen und Schülern ihre täglich gefahrenen Radschulwege auf sehr einfache Weise am PC virtuell nachvollziehen, digital erfassen und auf Problemstellen entlang ihres Schulweges aufmerksam machen können.

Das Landesbündnis ProRad, in dem alle mit dem Radverkehr befassten Akteure in Baden-Württemberg unter dem Vorsitz von Verkehrsminister Winfried Hermann zusammenkommen, sieht in dem Bietigheim-Bissinger Modell ein vorbildliches Verfahren und strebt an, WebGIS künftig allen Schulen und Kommunen landesweit zur Verfügung zu stellen. Daher wird das WebGIS 2013 im „Pilotprojekt Radschulwegplan“ mit bereits ausgewählten interessierten Kommunen und Schulen erprobt und weiter-entwickelt. Für die technische Entwicklung des neuen Systems konnte das LGL gewonnen werden.

Quelle: Innenministerium Baden-Württemberg

 

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