Hallescher Justizpalast fit für das 21. Jahrhundert

22. April 2013 | Themenbereich: Justiz, Sachsen-Anhalt | Drucken

Die Bauarbeiten zur Sanierung, Teilrestaurierung und Modernisierung des über hundertjährigen Landgerichtsgebäudes in Halle (Saale) sind abgeschlossen. Anfang Mai ziehen die Richterinnen und Richter, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Ausweichquartier an der Straße der Opfer des Faschismus zurück an den Hansering, wo 20 Verhandlungssäle, 110 Büros sowie mehr als hundert weitere Räume auf die Nutzer warten. Für den 25. Mai ist ein Tag der offenen Tür geplant, um das Gebäude den Hallenserinnen und Hallensern vorzustellen.

16,8 Millionen Euro wurden investiert, um einen der aufwendigsten und architekturgeschichtlich bedeutendsten Justizpaläste Preußens fit für das 21. Jahrhundert zu machen. Das Gebäude war in den Jahren 1901 bis 1905 erbaut worden. Zunächst war hier die Zivilgerichtsbarkeit untergebracht, heute wird der unter Denkmalschutz stehende Bau mit den markanten 50 Meter hohen Türmen durch das Landgericht Halle genutzt.

Über 10.000 Quadratmeter Grundfläche sind in den zurückliegenden Monaten grundsaniert worden. „Es ist gelungen, die hohen denkmalpflegerischen Ansprüche mit einer modernen technischen Ausstattung zu vereinen und dabei einen hohen Standard an Sicherheit für ein Gerichtsgebäude zu gewährleisten“, so Justizministerin Professor Angela Kolb nach einem Rundgang mit Vertretern des Gerichts, der Architekten und des Denkmalschutzes durch das Gebäude. Kolb lobte die außerordentlich gute Zusammenarbeit des Nutzers und der Bauverwaltung mit der Denkmalschutzbehörde, der Stadt Halle und den Fachplanern sowie den ausführenden Firmen in den vergangenen Monaten.

Das Projekt wurde durch das Architekturbüro nps Tchoban voss GmbH & Co. KG aus Dresden betreut. Bauherr ist das Land Sachsen-Anhalt. Kolb: „Die Komplettsanierung war aufgrund bestehender brandschutz- und sicherheitstechnischer Mängel und des allgemeinen Bauzustandes notwendig. Es war dabei von Beginn an unser Ziel, die wertvolle, noch umfangreich erhalten gebliebene Bausubstanz zu bewahren. Das ist in beeindruckender Weise gelungen.“

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