GdP unterstützt Innenminister Lorenz Caffier

19. April 2013 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Mecklenburg-Vorp. | Drucken

Innenminister Lorenz Caffier erklärte heute auf einer Podiumsdiskussion anlässlich des 6. Ordentlichen Landesdelegiertentages der Gewerkschaft der Polizei (GdP), dass ein weiterer Stellenabbau in der Polizei aus seiner Sicht nicht mehr möglich und vertretbar ist.

Unter dem Motto „Sicherheit ist MehrWert“ diskutierten Abgeordnete der demokratischen Fraktionen des Landtages MV, Innenminister Lorenz Caffier und Vertreter der Gewerkschaft der Polizei den Zustand und die Belastungssituation der Landespolizei.

Christian Schumacher, neugewählter Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei brachte in seinem Schlusswort die Diskussion auf den Punkt: „Immer weniger Beamte müssen immer mehr leisten. Polizeidienst in Mecklenburg-Vorpommern macht krank. Wenn im Jahr 2000 noch durchschnittlich 22 Krankentage pro Beamter zu verzeichnen waren, sind es heute bereits 31. 155.000 Krankentage im Jahr 2012 sprechen eine deutliche Sprache.

Schumacher weiter: “Arbeit darf aber nicht krank machen! Innenministerium und Politik sind gefordert, die Rahmenbedingungen zu verändern. Wir als Gewerkschaft der Polizei werden entsprechende Konzepte vorlegen und sind dankbar, für die Unterstützung, die uns Innenminister und Fraktionen heute zugesichert haben.“

Zentraler gewerkschaftlicher Schwerpunkt wird das gemeinsam mit dem Innenministerium zu erarbeitende Attraktivitätsprogramm für die Landespolizei MV werden, wie in einem Leitantrag bestimmt.

Wenn Polizistinnen und Polizisten in Mecklenburg-Vorpommern immer älter werden und immer länger arbeiten müssen, wie es der bisherige Wille der Landesregierung ist, dann müssen sich aber die Arbeitsbedingungen und die Arbeitsorganisation grundlegend ändern.

Arbeitsplätze müssen altersgerecht gestaltet werden.

Wenn immer mehr Kolleginnen und Kollegen aus dem hoch belastenden Schichtdienst in den Ruhestand wechseln, dann müssen auch dafür die Voraussetzungen dafür geschaffen werden.

Flexiblere Arbeitszeiten, Lebensarbeitszeitkonten, Sabbatjahr und Vereinbarkeit von Beruf und Familie dürfen dann keine Fremdwörter sein.

Wir haben unsere Bereitschaft signalisiert, bis zum Frühsommer entsprechende Konzepte vorzulegen.

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