Neuer Rockerkrieg in Bremen?

16. April 2013 | Themenbereich: Bremen, Innere Sicherheit | Drucken

Die jüngste Auseinandersetzung zweier rivalisierender Rockerbanden am vergangenen Wochenende in Bremen hat wieder einmal auf traurige und beeindruckende Weise die Gewaltbereitschaft dieser Gruppierungen aufgezeigt.

Hierbei war ein Beteiligter mit mehreren Messerstichen lebensgefährlich verletzt worden. Die aufgefundene Bewaffnung, neben diversen Schlagwerkzeugen auch ein großkalibriger Revolver, sind abermals ein Beweis dafür, dass dieses Klientel vor nichts zurückschreckt. Ersteinschreitende Polizeibeamte mussten letztlich Warnschüsse abgeben, um der Lage zumindest ansatzweise Herr zu werden. „Unglaublich, welche Dimensionen diese Auseinandersetzungen inzwischen erreicht haben! Zeigt es doch, was diese kriminellen Banden von unserem Rechtsstaat halten!“ so Paul Lapsien, Landesvorsitzender des Bund Deutscher Kriminalbeamter in Bremen.

Hier muss der Staat eindeutig Grenzen aufzeigen und deshalb ist eine Null-Toleranz-Strategie angesagt. Insofern ist die von unserem Innensenator angekündigte Überprüfung eines Vereinsverbotes ein erster Schritt in die richtige Richtung. Der Bund Deutscher Kriminalbeamter fordert an dieser Stelle, dass es dieses Mal nicht nur bei Lippenbekenntnissen bleibt, sondern jetzt endlich Taten folgen. Denn nach den Erfahrungen aus der Vergangenheit lassen weitere Auseinandersetzungen in der Rockerszene nicht lange auf sich warten.

Hierauf muss und wird die Polizeiführung entsprechend reagieren. Das geht aber nur mit qualifizierten und vor allem motivierten Polizeibeamtinnen und -beamten. Gerade Letzteres erweist sich derzeit als äußerst problematisch. Aber ist das verwunderlich? „Wer seinen Beamtinnen und Beamten gegenüber seine Wertschätzung mit erneuter Abkoppelung von der allgemeinen Einkommensentwicklung und Nullrunden zum Ausdruck bringt, muss sich nicht wirklich wundern, sondern am Ende die Konsequenzen hierfür tragen!“ so Paul Lapsien weiter.

 

 

 

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