Kriminalstatistik 2012 – Einsparungen zeigen Wirkung!

16. April 2013 | Themenbereich: Berlin, Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Die am 15.04.2013 offiziell durch den Innensenator bekanntgegebenen Zahlen zur Kriminalstatistik in Berlin, kommen für Kriminalisten nicht überraschend.

Die Einsparungen der letzten Jahre bei der Berliner Polizei hindern die Ermittler bei ihrer Arbeit. Eine auf 44,7 % gesunkene Aufklärungsquote spiegelt das wieder und ist inakzeptabel.

Wer Taten verhindern will, muss auch in der Lage sein Taten aufzuklären, Täter zu überführen und die so erlangten Erfahrungen zur Verhinderung weiterer Straftaten einsetzen können. Dazu sind wir aber immer weniger in der Lage. Die Kriminaltechnik ist massiv überlastet und es fehlt an Kriminalisten, die auch vor Ort bei Täter und Tat sein können. Professionell strukturierte Täterbanden lernen sehr schnell, wo die Schwachstellen sind, und nutzen diese aus, was sich nicht nur bei Einbrüchen bei Einfamilienhäusern deutlich abzeichnet.

„Was der Senat bei der Polizei einspart, zahlt der Steuerzahler dreifach wieder drauf und die Täter verdienen dabei steuerfrei“, sagt der Landesvorsitzende Michael Böhl.

Das Eigentum, dabei Wohnungen und Autos insbesondere, müssen aufwendig gesichert werden. Versicherungen steigen und die Gewalt schreckt potentielle Besucher und Investoren ab.

„Wir wollen, dass man sich in Berlin künftig auch weiterhin ohne Kampfsporttraining, Stichschutzweste und gitterlose Fenster sicher fühlt“, sagt Böhl weiter.

Der BDK fordert die Rücknahme der geplanten Einsparungen bei den Angestellten, erhöhte Einstellungszahlen bei Schutz-und Kriminalpolizei und eine Besoldung nach dem Bundesdurchschnitt, damit wir auch geeignete Bewerber bekommen!