Demütigung von Neonazi-Opfern setzt sich fort

16. April 2013 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Rechtsextremismus | Drucken

„Die jahrelange Demütigung der NSU-Opfer durch die Ignoranz der Ermittlungsbehörden findet nun in der Verschiebung des Prozesses seine Fortsetzung“, beklagt die innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Ulla Jelpke. Sie fährt fort:

„Es geht hier nicht um einen Imageschaden für München, Bayern oder gar Deutschland, wie einige Politiker und Medienvertreter erklärten. Die Hauptleidtragenden sind vielmehr die NSU-Opfer und ihre Angehörigen. Erst wurden sie jahrelang durch die von den Ermittlungsbehörden vermutete Verwicklung der Opfer ins Rotlicht- oder Drogenmilieu stigmatisiert – bei völliger Ausblendung fremdenfeindlicher Tatmotive. Und jetzt werden sie durch die mutwillige Unfähigkeit des Gerichts, rechtzeitig eine rechtsstaatlich vorgeschriebene Prozessöffentlichkeit sicherzustellen, brüskiert. Das mindeste ist jetzt, dass der Staat für die Kosten aufkommt, die den Opfern und ihren Angehörigen durch die überraschende Verschiebung des Verfahrens entstanden sind.“

1 Kommentar
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  1. Zitat“… Demütigung der NSU-Opfer durch die Ignoranz der Ermittlungsbehörden …“

    Dann sollte die Dame mal richtig Lesen!
    Die Ermittlungsbehörden haben sofort von der Politik eins aufs Dach bekommen, so sie in die richtige Richtung ermittelt haben!
    … und haben die Beamten weiter in die richtige Richtung ermittelt, dann wurden sie von den Ermittlungen ausgeschlossen!

    Wie jetzt Verfassungsschutz als ermittelndes Organ?
    Der VS ist ausführendes Organ der Politik!
    … der NSU hatte politische Protektion, wer genau hin sieht, kann das erkennen!
    … als ermittelnder Beamter sollte man diese Erkenntnisse schön für sich behalten, da es einem die Stellung kosten könnte!

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