Spezialisten sind geforder

15. April 2013 | Themenbereich: Berlin, Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Die heute vom Innensenator Henkel vorgestellte Kriminalitätsstatistik zeigt eine anhaltende Kriminalitätsbelastung der Bürger auf hohem Niveau. Durch die Personaleinsparungen der letzten Jahre ist die Fähigkeit der Polizei zur massiven Schwerpunktsetzung in mehreren Bereichen gleichzeitig stark eingeschränkt.

Bodo Pfalzgraf, Landesvorsitzender der DPolG Berlin: „Der Trend zum Polizisten, der alles gleichzeitig kann, also zum Generaldilettanten, muss sofort umgekehrt werden. Spezielle Kriminalitätsphänomene brauchen auch Spezialisten bei der Polizei. Auch bei der technischen Entwicklung sind uns die Ganoven mehrere Jahre voraus. Wir haben nicht mal ein voll funktionsfähiges Digitalfunksystem.“

Den in der Innenausschusssitzung von den Oppositionspartnern erhobenen Rassismusvorwurf wies Pfalzgraf zurück.

„Wir brauchen die Herkunftsländer reisender Straftäter dringend zur Verbrechensbekämpfung, beispielsweise zur Prävention oder zur intensiven Zusammenarbeit mit den dortigen Polizeibehörden. Daraus Rassismusvorwürfe zu formulieren ist blanker politischer Populismus!“ so Pfalzgraf abschließend.