Kriminalität wird brutaler

12. April 2013 | Themenbereich: Berlin, Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Die ersten bekannt gewordenen Zahlen zur Kriminalitätsstatistik 2012 sprechen eine deutliche Sprache. Zwar ist die Gesamtzahl der Straftaten kaum gestiegen, die Rohheitsdelikte verzeichnen jedoch einen Anstieg von über 1000 Fällen. Auch Tötungsdelikte weisen eine Steigerungsrate von 15,7% auf. Die erhebliche Zunahme von Einbrüchen in Wohnungen und Einfamilienhäusern (32 %) ist ebenfalls besorgniserregend. Die Gewalt gegen Polizeibeamte hat beim Widerstand eine erneute Steigerungsrate um 7,1 % erfahren (4476 Geschädigte).

Bodo Pfalzgraf, Landesvorsitzender der DPolG Berlin: „Wir müssen diese Zahlen sehr ernst nehmen, denn dahinter stehen fast eine halbe Million Opfer. Sie betreffen den höchst persönlichen Lebensbereich von Menschen, ihre körperliche Unversehrtheit und ihr zutiefst privates Umfeld, ihr Zuhause.“

Erneut fordert die DPolG Berlin neben der Kriminalitätsstatistik die Einführung moderner und wissenschaftlicher Methoden zur Erhellung der tatsächlichen Kriminalitätsbelastung. Dazu gehören regelmäßige repräsentative Befragungen zum subjektiven Sicherheitsgefühl und Dunkelfeldstudien.

Pfalzgraf: „Der Kampf gegen Kriminalität kann nur mit hoch motivierten und gut ausgebildeten Polizisten erfolgreich sein. Dazu gehören neben vernünftiger Bezahlung ganz wesentlich ordentliche Arbeitsbedingungen. Die Formel ist einfach: Geht es der Polizei gut, geht es den Verbrechern schlecht!“

 

 

 

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