Justizministerin besucht Jugendanstalt in Hameln

12. April 2013 | Themenbereich: Niedersachsen, Strafvollzug | Drucken

Die Niedersächsische Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz hat mit ihrem heutigen Besuch der Jugendanstalt Hameln erstmals eine niedersächsische Justizvollzugseinrichtung besichtigt.

Die Ministerin ließ sich über Ausbildungsangebote, Fördermaßnahmen und den Wohngruppenvollzug unterrichten. Sie sprach mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Ort in deren Arbeitsbereichen. Unter anderem besuchte sie eine Fachabteilung zur Behandlung von Suchtproblemen, einen Ausbildungsbetrieb und Freizeiteinrichtungen.

In Gesprächen mit Bediensteten und jungen Inhaftierten gewann sie einen persönlichen Eindruck von den besonderen Leistungen, aber auch von den Sorgen der Anstalt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter berichteten von den besonderen Herausforderungen in der Betreuung von gewaltbereiten und psychiatrisch auffälligen jungen Inhaftierten. Bauliche Mängel bereiten zusätzliche Probleme.

„Ich bin beeindruckt vom Engagement und den Erfolgen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendanstalt im Rahmen der Resozialisierung der jugendlichen Inhaftierten. Die Personaldecke ist dünn, zu dünn, die räumlichen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Arbeit sind schwierig. Hier müssen wir dringend Verbesserungen erreichen. Ich wünsche mir, dass gewaltfreies, soziales Lernen in den Wohngruppen möglich ist und den Inhaftierten ein Weg in die Mitte der Gesellschaft gezeigt wird. Dies wird ein rechtspolitischer Schwerpunkt meiner Arbeit sein.“

 

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