Kampf gegen Internet-Kriminalität erfordert Kooperation

10. April 2013 | Themenbereich: Kriminalität, Rheinland-Pfalz | Drucken

Die Netz- und Informationssicherheit ist die wichtigste Voraussetzung für die Schaffung eines verlässlichen Umfeldes für alle IT-Verfahren und sichere Kommunikation. Informationssysteme können aber aufgrund von Sicherheitsvorfällen wie menschlichem Versagen, Naturereignissen, technischen Fehlern oder böswilligen Angriffen gestört werden. Gemeinwesen und Geschäftswelt sind mehr denn je in hohem Maße von funktionierender Informationstechnik und sicheren Informationsinfrastrukturen abhängig. Die Gewährleistung von Sicherheit im Cyber-Raum und der Schutz der kritischen Informationsinfrastrukturen sind zur existenziellen Frage des 21. Jahrhunderts einer funktionierenden Gesellschaft geworden.

„Wir alle nutzen den Cyber-Raum gemeinsam, ob als Privatperson oder als Unternehmer. Wir wickeln unsere Bankgeschäfte und Unternehmenskontakte in vielfältiger Weise elektronisch ab. Werden diese Netze angegriffen und ausspioniert, tragen wir alle den Schaden davon“, sagte Innenstaatssekretärin Heike Raab bei der Veranstaltung „Cybersicherheit und elektronische Wirtschaftsspionage“ der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Mainz. Die in der öffentlichen Verwaltung für die zivile Sicherheit zuständigen Behörden hätten sich daher in diversen Gremien zusammengeschlossen, um das Thema Cybersicherheit als einen Aspekt der zivilen Sicherheit zu behandeln. „Da sowohl die Quantität und die Qualität der Cyber-Angriffe als auch die Professionalisierung der Cyber-Kriminellen zunimmt und neue Technologien innerhalb kurzer Zeit von Tätern aufgegriffen werden, ist ein hohes Engagement des Staates in Kooperation mit Wirtschaft und Wissenschaft erforderlich, um diesen Entwicklungen entgegen zu wirken“, betonte Raab.

Angesichts der verschärften Konkurrenzsituation auf dem Weltmarkt und der anhaltenden Folgen der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise würden sowohl die von fremden Nachrichtendiensten betriebene Wirtschaftsspionage als auch deren erfolgreiche Abwehr zunehmend an Bedeutung gewinnen. „Mit der bereits Mitte der 90er Jahre gegründeten und seit dem Jahre 2005 inhaltlich und organisatorisch breiter angelegten Sicherheitspartnerschaft nimmt Rheinland-Pfalz eine Vorreiterrolle für die Einbindung von Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung in präventive Abwehrstrategien ein“, betonte die Staatssekretärin. Hierzu zählten insbesondere die Sensibilisierungsgespräche des rheinland-pfälzischen Verfassungsschutzes in Unternehmerkreisen. In verstärktem Umfang würden Vortragsveranstaltungen, Workshops und Tagungen nachgefragt, die durch ihre Multiplikatorenwirkung die Sensibilität für Spionagegefahren erhöhten.

Eine koordinierende Funktion zwischen Staat und Wirtschaft nehme zudem der Nationale Cyber-Sicherheitsrat (Cyber-SR) gemäß der Cyber-Sicherheitsstrategie der Bundesregierung ein – unterstützt vom Nationalen Cyber-Abwehrzentrum. Auch das Land Rheinland-Pfalz betreibe für seine 90.000 Beschäftigten ein zentrales Sicherheitszentrum. Das Computer Emergency Response Team (CERT) überwacht den Netzverkehr nach innen und außen und sichert die staatliche Kommunikation ab.

„Die frühzeitige Erkennung und Abwehr von IT-Angriffen erfordert eine enge Zusammenarbeit und einen effizienten Informationsaustausch zwischen den beteiligten Stellen. Dies betrifft insbesondere die gegenseitige Information zwischen Bund und Ländern über IT-Bedrohungen wie Schwachstellen in Softwareprogrammen und die gemeinsame Bewältigung von IT-Vorfällen“, sagte Heike Raab.

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