Sieht so Wertschätzung für gute und erfolgreiche Polizeiarbeit aus?

9. April 2013 | Themenbereich: Bremen, Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Eigentlich war es ja absehbar, dass die Beamtinnen und Beamten wieder einmal von der Tarifentwicklung abgekoppelt werden. Dennoch sind die aktuellen Entscheidungen der Rot-Grünen Koalition im Rahmen der Haushaltsberatungen ein Schlag ins Gesicht derer, die tagtäglich ihren Kopf hinhalten, um die Sicherheit der Bremer Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten. Gerade noch wurde im Zuge der Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik die gute und erfolgreiche Arbeit der Bremer Polizei herausgestellt. Hierfür sollen die Kolleginnen und Kollegen jetzt wieder einmal mit Nullrunden bzw. zeitverzögerten und reduzierten Einkommenserhöhungen belohnt werden.

„Alleine schon die Ankündigung unserer Finanzsenatorin im Rahmen der Tarifverhandlungen allenfalls ein Prozent für die Erhöhung der Gehälter im Öffentlichen Dienst in den Haushalt einzuplanen, zeigt ganz deutlich ihre Wertschätzung, die sie den Staatsdienern entgegenbringt.“ so Paul Lapsien, Landesvorsitzender des Bund Deutscher Kriminalbeamter in Bremen. Da sind auch die permanenten Aussagen, dass Bremen ja ein Nehmerland sei, inakzeptabel.

Und erst recht, wenn sich unsere Politikerinnen und Politiker regelmäßig ihre Diätenerhöhungen genehmigen, obwohl diese letztlich in erheblichem Maße mit dafür verantwortlich sind, dass Bremen am Finanztropf hängt. Wo bleibt da die

Zurückhaltung seitens der Politik, die aber jetzt, insbesondere von unserem Bürgermeister und seiner Finanzsenatorin, bei den Bediensteten im Öffentlichen Dienst eingefordert wird.

Millionen-Beträge, die durch Misswirtschaft der Politik in der Vergangenheit in den Sand gesetzt wurden, spielen da offensichtlich überhaupt keine Rolle. Im Übrigen beabsichtigen auch andere Nehmerländer ihren Staatsdienern die ausgehandelten Tarifergebnisse zeit- und inhaltsgleich zu gewähren.

Herr Böhrnsen und Frau Linnert, Sie können sicher sein, dass die Beamtinnen und Beamten – und das gilt nicht nur für die Polizei – sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zur Wehr setzen werden! Dem Einfallsreichtum sind da keine Grenzen gesetzt und die Loyalität Ihrer Beamtinnen und Beamten ist nicht grenzenlos!

Wenn Sie die Öffentliche Sicherheit in Bremen nicht gefährden wollen, revidieren Sie Ihre Entscheidung und sorgen Sie dafür, dass der jüngst ausgehandelte Tarifabschluss zeit- und inhaltsgleich auch auf die Bremer Beamtinnen und Beamten übertragen wird.

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