Schulwegsicherheit geht uns alle an

8. April 2013 | Themenbereich: Bayern, Verkehr | Drucken

In Bayern leisten derzeit rund 30.700 Menschen als Schülerlotsen, Schulweghelfer, Schulbuslotsen und Schulbusbegleiter eine unverzichtbare lebensrettende ehrenamtliche Arbeit. „Die Schulwegdienste noch mehr zu stärken, ist ein Ziel unseres Verkehrssicherheitsprogramms ‚Bayern mobil – sicher ans Ziel‘. Die Schuleinschreibung für mehr als 100.000 Kinder jetzt im April ist eine hervorragende Gelegenheit, die Schulwegsicherheit in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Deshalb möchte ich an alle, die noch nicht dabei sind appellieren: Bitte prüfen Sie, ob auch Sie dieses Ehrenamt übernehmen können. Wir brauchen Sie! Denn Schulwegsicherheit geht uns alle an“, so Innenminister Joachim Herrmann anlässlich der gemeinsamen Pressekonferenz des Innenministeriums mit der Gemeinschaftsaktion ‚Sicher zur Schule – Sicher nach Hause‘. Gleichzeitig dankte Herrmann allen Schulweghelfern für ihre segensreiche Arbeit und ehrte drei Schulweghelferinnen für ihre jahrelange Tätigkeit.

Herrmann forderte auch die Eltern auf, mit ihren Kindern den Schulweg möglichst frühzeitig einzuüben: „Nutzen Sie die Zeit bis zum Schulbeginn! Sie ist eine Zeit des Übens.“ Die ABC-Schützen müssen den Schulweg durch ständige Wiederholung verinnerlichen und Sicherheit gewinnen. Zudem sollten die Kinder frühzeitig mit der Funktion der Schulweghelfer vertraut gemacht werden. Um den Eltern sichere Wege zur Schule aufzuzeigen und auf gefährliche Stellen oder Strecken aufmerksam zu machen, haben viele Kommunen Schulwegpläne erarbeitet.

Um noch mehr Menschen für die Schulwegdienste zu gewinnen, soll auch mit Hilfe einer Plakat- und Flyer Aktion geworben werden. Außerdem will Herrmann erreichen, dass das wichtige Ehrenamt der Schulwegdienste künftig noch besser gewürdigt wird, zum Beispiel durch Ehrenurkunden oder durch einen positiven Eintrag ins Zeugnis. Auch sollen die Schülerlotsen-Kreis-, Bezirks-, Landes- und Bundesentscheide, die alljährlich die ‚besten Schülerlotsen küren, fortgeführt werden.

Für die Sicherheit der Schüler leistet auch die Bayerische Polizei mit ihren vorschulischen Sicherheitstrainings und der bayernweiten Ausbildung der Jugendverkehrsschulen einen wichtigen Beitrag. 2012 wurden in den Jugendverkehrsschulen rund 117.400 Schülerinnen und Schüler – das sind rund 99 Prozent der Viertklässler – von rund 380 polizeilichen Verkehrserziehern im sicheren Umgang mit dem Fahrrad unterwiesen.

Zu den Partnern der Gemeinschaftsaktion ‚Sicher zur Schule – Sicher nach Hause‘ gehören unter anderen die Kommunale Unfallversicherung Bayern (KUVB), das Kultusministerium, der Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen, der ADAC, die Landesverkehrswacht Bayern e. V., der Bayerische Rundfunk, das SZ-Forum Verkehr der Süddeutschen Zeitung e. V., der TÜV-Süd und die Polizei.

 

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