Medaille für Verdienste um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit

8. April 2013 | Themenbereich: Bayern, Innere Sicherheit | Drucken

Innenminister Joachim Herrmann hat Generaldirektor i. R., Dr. Herbert Anderl, die Medaille für Verdienste um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit der Bayerischen Polizei verliehen. „Sie haben wichtige Impulse für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen der österreichischen und bayerischen Polizei geschaffen und entscheidend dazu beigetragen, dass unsere Polizeien heute auf höchstem fachlichen Niveau reibungslos und professionell zum Wohle unserer Bürgerinnen und Bürger zusammenarbeiten“, so Herrmann. Auch mit dem Eintritt in den Ruhestand habe sein unermüdliches Wirken für die Sicherheit keinen Abschluss gefunden. Derzeit setzt sich Anderl mit ganzer Kraft dafür ein, den Entführungsfall Natascha Kampusch endgültig aufzuklären. Für diese Aufgabe und sein weiteres Schaffen wünschte Herrmann viel Kraft, viel Erfolg und Gottes Segen.

Anderls berufliche Laufbahn begann nicht bei der Polizei. Nach einer kaufmännischen Lehre in der Industrie wechselte er 1971 zunächst zu Statistik Austria. Anschließend war Anderl Offizier auf Zeit und absolvierte das Studium der Rechtswissenschaften. Nach Abschluss des Studiums kam er 1981 im Rechtskundigen Dienst der Bundespolizeidirektion Wien erstmals mit der Polizei in Berührung. Nach einer weiteren Zwischenstation beim Rechnungshof führte sein Weg endgültig zur Polizei, nämlich zum Bundesministerium für Inneres. Dort koordinierte er die Aus- und Fortbildung und leistete einen wertvollen Beitrag zum Aufbau der Sicherheitsakademie. Der größte Meilenstein in seinem Wirken war die Neustrukturierung der österreichischen Sicherheitsbehörden. Zum 1. September 2012 wurden die Bundespolizeidirektionen, die Sicherheitsdirektionen und die Landespolizeikommandanten zusammengelegt. Aus 31 Behörden wurden neun Landespolizeidirektionen.

Auch auf Europäischer Ebene war Dr. Anderl für Bayern ein verlässlicher und engagierter Partner. So unterstütze er beispielsweise die gemeinsamen Bemühungen, die Polizeien der Westbalkanstaaten auf ein gemeinsames Niveau zu heben.

Für seine beruflichen Leistungen wurde Dr. Anderl bereits mit dem großen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich und dem „Goldenen Komturkreuz des Ehrenzeichens für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich“ ausgezeichnet.

 

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