DPolG NRW zu dem Urteil nach Messerangriff im Jobcenter Neuss

8. April 2013 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

Dazu der Landesvorsitzende Erich Rettinghaus:   „Wir begrüßen das Urteil außerordentlich. Jemanden zu ermorden, weil ursächlich Inhalte eines Schreibens nicht verstanden wurden, ist unerträglich. Da würden auch keine Entschuldigung oder späte Einsicht nutzen. Es wird klargestellt, dass der Staat mit aller Härte reagiert. Das sind wir dem Opfer und den Angehörigen schuldig.

Nun gilt es Arbeitsplätze im öffentlichen Sektor weiter sicherer zu machen. Immer da wo es um Leistungen des Staates und Entscheidungen im Einzelfall Betroffener und deren zu erhaltenden Zuwendungen geht, haben wir eine gewisse Brisanz. Die Übergriffe körperlicher oder verbaler Art häufen sich. Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst haben ein Anrecht auf einen sicheren Arbeitsplatz. Maßnahmen könnten sein, dass die Büroräume so gestaltet sind, dass die Mitarbeiterinnen/ der Mitarbeitern eine Rückzugs- bzw. Fluchtmöglichkeit haben. Also zum Beispiel nicht mit dem Rücken zur Wand sitzen und nicht alleine im Büro aufhalten. Weitere Möglichkeiten wären ein Sicherheitsdienst oder ein Notknopf, der zunächst Mitarbeiter und parallel die Polizei und/ oder Sicherheitsdienst alarmiert.

Eine intelligente Videoüberwachung wäre sinnvoll. Diese würde sich nur dann automatisch einschalteten, wenn ein atypisches Verhalten erkennbar ist und alarmiert dann Sicherheitsdienst bzw. Polizei.“