Werkstattbereich in der JVA Schwäbisch Gmünd wird erweitert

5. April 2013 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Strafvollzug | Drucken

Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft hat die Baufreigabe für den Neubau einer Werkhalle in der Justizvollzugsanstalt Schwäbisch Gmünd mit Gesamtbaukosten in Höhe von 5,2 Millionen Euro erteilt.

Der Neubau wird vollständig vom Landesbetrieb Vollzugliches Arbeitswesen (VAW) finanziert. Er soll Ende 2014 in Betrieb genommen werden.

„Mit dem Neubau wird der Vollzugsstandort Schwäbisch Gmünd gestärkt. Der neue Werkstattbereich bietet rund 130 neue Arbeitsplätze für Gefangene“, sagte Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid anlässlich der Baufreigabe.

Justizminister Rainer Stickelberger wies auf die Bedeutung von Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten für Gefangene hin: „Arbeit und Beschäftigung geben den Tagen in Haft eine Struktur, was viele Gefangene als hilfreich erleben“, sagte er: „Außerdem werden in den Werkhallen Fähigkeiten und Neigungen der Inhaftierten gefördert, die sie für eine Berufstätigkeit nach der Entlassung aus der Haft brauchen können.“

Arbeit und Ausbildung der Gefangenen sind wesentliche Bausteine für eine erfolgreiche Resozialisierung. Daher sind Strafgefangene in Baden-Württemberg nach dem Justizvollzugsgesetzbuch zur Arbeit verpflichtet. Mit der Erweiterung der Werkstätten stehen in der Justizvollzugsanstalt Schwäbisch Gmünd künftig insgesamt rund 300 Ausbildungs- und Arbeitsplätze zur Verfügung.

Weitere Informationen

Die Justizvollzugsanstalt Schwäbisch Gmünd ist die zentrale Frauenhaftanstalt des Landes. Neben der Hauptanstalt, die im ehemaligen Dominikanerkloster Gotteszell untergebracht ist, gehören die landwirtschaftliche Außenstelle auf der Kapfenburg und die Außenstelle Ellwangen zur Anstalt. Die Hauptanstalt verfügt über 341 Haftplätze im geschlossenen und 14 Haftplätze im offenen Vollzug.

Der Landesbetrieb Vollzugliches Arbeitswesen (VAW) beschäftigt rund 5000 Gefangene unter der fachmännischen Anleitung von rund 450 Industrie- und Handwerksmeistern.

 

Quelle: Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg / Justizministerium Baden-Württemberg

 

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