Wie vermeintlich guter Wille bei Gericht zu Fehlinterpretationen führen kann

28. März 2013 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

In dem aller Wahrscheinlichkeit wichtigsten Gerichtsverfahren der letzten Zeit in der Bundesrepublik Deutschland vor dem Münchner Oberlandesgericht gegen die Gruppierung Nationalistischer Untergrund (NSU), muss von Anfang an die Öffentlichkeit des Verfahrens gesichert sein.

Breite repräsentative Öffentlichkeit muss bei dem NSU-Prozess sichergestellt sein / Wie vermeintlich guter Wille bei Gericht zu Fehlinterpretationen führen kann

„Unterstellen wir der Verwaltung beim Landgericht einmal keine Böswilligkeit bei der Ablehnung der Akkreditierung des türkischen Journalisten, zeigt es doch eher eine geringe Sensibilität des Gerichtes, das doch um die öffentliche Wirkung solcher Entscheidungen wissen müsste und es sollte nicht starr bei ihrem ablehnenden Beschluss bleiben“, sagt der BDK-Bundesvorsitzende André Schulz.

„Auch wenn es gleiche Vorgaben für alle gibt und man sich auf das „Windhund-Prinzip“ (wer zuerst kommt, sichert sich den besten Platz) verständigt hat, sollte das Gericht noch einen Stuhl finden und den türkischen Journalisten aus der Verhandlung berichten lassen, als das der Prozess bereits mit einem negativen Vorzeichen beginnt“, vertraut der BDK-Bundesvorsitzende André Schulz auf das Handlungsgeschick des Gerichtes.

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.