Innenminister zu Gesprächen in Peking

26. März 2013 | Themenbereich: Bayern, Innere Sicherheit | Drucken

China und Bayern werden in Zukunft noch stärker bei der Bekämpfung des internationalen Terrorismus und des Drogenhandels zusammenarbeiten“, hat heute Bayerns Innenminister Joachim Herrmann nach Gesprächen mit dem erst vor Kurzem ernannten chinesischen Minister für Öffentliche Sicherheit der Volksrepublik China, Guo Shengkun und seinem Vertreter, Meng Hongwei, in Peking mitgeteilt. Im besonderen Visier sei der islamistische Terrorismus, der sich auch über einen schwunghaften Drogenhandel nach Europa und Asien finanziert. Herrmann kündigte dazu eine Zusammenarbeitsvereinbarung zwischen den Polizeien von Bayern und China an. „Uns geht es in erster Linie darum, den Gefahren durch international agierende Terroristen zusammen besser begegnen zu können“, erklärte der bayerische Innenminister. Damit setzt Herrmann die sehr gute Zusammenarbeit zwischen Bayern und China auch in Sicherheitsfragen fort.

Guo ist einer von fünf Staatsräten der Volksrepublik China und gehört damit zum engsten Führungszirkel der chinesischen Regierung. Herrmann ist der erste ausländische Staatsgast, den Guo in seiner Ministerfunktion empfangen hat. Beide Innenminister waren sich einig, dass der islamistische Terrorismus trotz des Todes von Bin Laden eine weiter zunehmende Bedrohung darstellt. Eine zentrale Rolle spielt dabei die instabile Lage Afghanistans.

Der bayerische Innenminister ist noch bis zum 28. März 2013 in China. Neben Gesprächen mit chinesischen Sicherheitsbehörden trifft sich Herrmann mit Vertretern verschiedener Firmen aus Bayern wie BMW und Siemens, die mit China sehr enge Kontakte pflegen. Zur weiteren Vertiefung der wirtschaftlichen Kontakte besucht Herrmann auch die bayerische Partnerprovinz Guangdong.