Schutz und Hilfe für Kriminalitätsopfer sind gesamtgesellschaftliche Aufgabe

21. März 2013 | Themenbereich: Kriminalität, Rheinland-Pfalz | Drucken

„Jeder kann Opfer von Kriminalität und Gewalt werden. Wem das passiert, leidet oft ein Leben lang. Schutz und Hilfe für diese Menschen sind eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, bei der die Durchsetzung von Individualinteressen zurückstehen muss“, mahnte Innenstaatssekretärin Heike Raab anlässlich des morgigen „Tages der Kriminalitätsopfer 2013“. Dieser Tag soll daran erinnern und das Bewusstsein der Öffentlichkeit dafür schärfen, welche nachhaltigen Folgen Kriminalität für die Opfer haben kann – physisch wie psychisch.

„Es sind nicht nur die schwerwiegenden Straftaten wie Sexualdelikte oder Raub, die Menschen nachhaltig in ihrer Lebensqualität einschränken. Auch vermeintliche Bagatellen wie Beleidigungen, Cybermobbing, Körperverletzungen oder Stalking können Ängste hervorrufen, Vermeidungsverhalten verursachen, gar einen Rückzug aus gesellschaftlichen Aktivitäten zur Folge haben“, so Raab. Die Polizei kooperiere eng mit Opferschutzeinrichtungen wie beispielsweise dem WEISSEN RING, der den „Tag der Kriminalitätsopfer“ vor vielen Jahren initiiert hat. In Rheinland-Pfalz existieren 26 Außenstellen des WEISSEN RINGS, die mit ihren regionalen Ansprechpartnern Kriminalitätsopfern vor Ort helfen. Den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern dankte Raab ausdrücklich für ihr Engagement und die geleistete Arbeit.

Bereits im Jahr 2008 habe das rheinland-pfälzische Innenministerium eine Kooperationsvereinbarung mit dem Landesverband des WEISSEN RINGES geschlossen, so der Minister. Sein Dank gelte den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern im WEISSEN RING und allen anderen Organisationen, die Hilfen für Kriminalitätsopfer gewähren.

„Der hohe Stellenwert von Opferschutz und -hilfe, wird bereits in der Ausbildung von jungen Polizeibeamtinnen und -beamten herausgehoben. Die Polizei weist Opfer regelmäßig auf Hilfeleistungen hin und vermittelt diese“, sagte Heike Raab. Kriminalität und Gewalt gegen Menschen lasse sich leider nie ganz verhindern. Staatliche und gesellschaftliche Aufgabe müsse es sein, die Folgen solcher Taten abzufedern und das Leiden zu lindern.

 

 

 

 

 

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