Dekon-P wird erprobt

21. März 2013 | Themenbereich: Bevölkerungsschutz | Drucken

Vom 18. bis zum 20. März erprobt das Beschaffungsamt des Bundesministeriums des Innern (BeschA) den Dekontaminations-Lastkraftwagen Personen, kurz Dekon-P, an der Wehrtechnischen Dienststelle der Bundeswehr in Trier. Ziel ist es zu testen, ob das Fahrzeug die Forderungen der Leistungsbeschreibung erfüllt. Inwieweit die angebotenen Ladungssicherungssysteme des Dekon-P taugen, soll ebenfalls im Rahmen der Erprobung ermittelt werden. Im Hinblick darauf begleitet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) den Test.

Der Dekon-P steht zur Verfügung, wenn chemische, biologische oder radioaktive Gefahrstoffe freigesetzt werden. In solchen Fällen kann es erforderlich sein, dass sich Einsatzkräfte lageabhängig in kontaminiertem Gebiet bewegen müssen. Sobald sie den abgesperrten Gefahrenbereich wieder verlassen, ist eine Dekontamination notwendig. Dadurch vermeiden die Einsatzkräfte, Gefahrstoffe zu verschleppen und andere Personen und die Umwelt zu gefährden.

Mit der auf dem Dekon-P verlasteten Ausstattung ist es möglich, einen autark betriebenen Dekontaminationsplatz zu betreiben. Die Infrastruktur besteht aus einem Stromerzeuger, einem Wasserdurchlauferhitzer, Pumpen zur Wasserförderung, Schlauchmaterial und den erforderlichen Armaturen. Mit den bordeigenen Betriebsmitteln ist ein zweistündiger Einsatz möglich, bevor Nachschub erforderlich wird. Das System des Dekon-P ist neben der Dekontamination auch für andere Zwecke einsetzbar. Die Zelte des Fahrzeuges bieten bei Katastrophenschutzeinsätzen einen guten Witterungsschutz und können zudem beispielsweise als Aufenthaltsräume genutzt werden.

Auf dem Bundeswehrgelände in Trier werden die Fahrzeugkenndaten des Dekon-P, wie beispielsweise dessen Länge und Höchstgeschwindigkeit, sowie die Fahreigenschaften und die Standfestigkeit des LKWs überprüft. Zu letzteren zählen etwa die maximale Steigfähigkeit und die Fähigkeit durch Wasser zu fahren. Darüber hinaus wird erprobt, wie sich der Dekon-P im Gelände verhält. Um dies zu testen, stehen Fahrten über Waldwege, Wiesen, Schotter- und Sandwege auf dem Programm.

 

 

 

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