Nichts mehr übrig für Beamte?

19. März 2013 | Themenbereich: Berlin, Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Es ist schon erschreckend, mit welcher Selbstverständlichkeit denjenigen in die Tasche gegriffen wird, die als Garanten für die Sicherheit dafür sorgen sollen, dass in dieser Stadt nicht nur Schwarzgelder und Touristenströme fließen.

Durch personelle und finanzielle Kürzungen bei Kriminalpolizei und Polizei insgesamt wurde der Leistungsdruck für die Beschäftigten schon an die Grenze des Vertretbaren getrieben.

Mit großen Worten über die Gleichbehandlung wurde trotz Kostendämpfungspauschale, die es im Übrigen für gesetzlich Versicherte nicht gab, die Praxisgebühr auch für Beamte eingeführt.

Die Abschaffung, nun auch für Beamte, wäre konsequenterweise im i.S. der Gleichbehandlung angesagt. Wer aber noch an Gleichbehandlung glaubt, dem sei gesagt, das man seitens der Senatsverwaltungen Überlegungen anstellt, wie man sich weiter an den Staatsdienern gütlich halten kann, in dem vielleicht die Kostendämpfungspauschale angehoben wird.

Schlimmer jedoch ist die Tatsache, dass man sich trotz der anstehenden Tarifverhandlungen anscheinend nicht in der Lage gesehen hat, seitens der Senatsinnenverwaltung darüber Gedanken zu machen, wie mit einem Tarifabschluss umzugehen ist.

Alles Andere, als eine Übernahme des Tarifabschlusses der Länder auf die Beamten dieser Stadt und den Wegfall der Praxisgebühr, würde die verkündete Absicht der Parlamentarier, die Gehaltsangleichung an den Bundesdurchschnitt bis 2017 als Farce darstellen und von einer Gleichbehandlung weit entfernt sein.

Wer nichts mehr für Kriminalisten und Polizisten in dieser Stadt übrig hat, der sollte dies auch sagen!

Was wir zu sagen haben, wurde dem Innensenator in einem Brief zugestellt, der unter www.bdk.de/lv/berlin nachzulesen ist.

 

 

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