Einigung im Tarifkonflikt am Hamburger Flughafen gescheitert

19. März 2013 | Themenbereich: Security | Drucken

„Mit großer Verärgerung nehmen wir die Ablehnung des am vergangenen Montag erzielten Tarifkompromisses durch die ver.di-Mitglieder am Hamburger Flughafen zur Kenntnis,“ so Dr. Harald Olschok, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft (BDSW). Für die über 500 Luftsicher-heitsassistentinnen und –assistenten am Flughafen Hamburg wurde am 11. März 2013 eine Einigung erzielt. Voraussetzung war jedoch die Zustimmung der ver.di-Mitglieder am Hamburger Flughafen innerhalb einer Wochenfrist. Diese Zustimmung wurde nun vom ver.di Landesbezirk Hamburg widerrufen, obwohl die Tarifkommission die Annahme empfohlen hatte.

Die Tarifkommission von ver.di und der BDSW hatten sich auf folgendes Tarifergebnis verständigt:

Laufzeit des Tarifvertrags vom 01.04.2013 bis 31.12.2014 mit folgenden Erhöhungsstufen:

1. Zum 01.04.2013 von 11,80 Euro auf 13,10 Euro (=11,01 Prozent)

2. Zum 01.04.2014 von 13,10 Euro auf 13,60 Euro (=3,82 Prozent).

„Es sei völlig unverständlich, dass eine Gesamterhöhung von 15 Prozent binnen eines Jahres abgelehnt würde“, so Olschok. „Es sei zu hoffen, dass sich ver.di-Hamburg wenigstens an sein Versprechen halte und während der Osterferien im Stadtstaat nicht streiken werde.“

„Wir werden ver.di in den nächsten Tagen die Durchführung eines Schlichtungsverfahrens anbieten. Während der Schlichtung herrscht Friedenspflicht“, so Olschok abschließend.