Steuerfahndung spürte im Jahr 2012 mehr als 73 Millionen Euro auf

14. März 2013 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Sachsen | Drucken

Die sächsischen Steuerfahnder haben im vergangenen Jahr einen Steuerschaden in Höhe von 73,59 Millionen Euro aufgedeckt. Der größte Teil entfällt mit etwa 38 Millionen Euro auf die Umsatz- sowie mit etwa 12 Millionen Euro auf die Einkommensteuer. Der Anteil der hinterzogenen Körperschaftsteuer betrug fast 10 Millionen Euro, während verkürzte Gewerbesteuer mit 7,6 Millionen Euro und Lohnsteuer mit 1,3 Millionen Euro zu Buche schlugen. Der Großteil hiervon mit über 43 Millionen Euro wurde von der Steuerfahndungsstelle des Finanzamtes Leipzig II aufgespürt. Die Steuerfahnder der Finanzämter Chemnitz-Süd kamen auf knapp 17 Millionen Euro, die des Finanzamtes Dresden-Nord auf etwa 13 Millionen Euro.

111 Fahnderinnen und Fahnder waren im Jahr 2012 für die drei sächsischen Steuerfahndungsstellen im Einsatz. Sie führten insgesamt 943 Fahndungsprüfungen durch, die sich in ihrer Anzahl annähernd gleich auf die drei Finanzämter mit Steuerfahndungsstellen verteilen. Daneben haben die Fahnderinnen und Fahnder in insgesamt 819 Amts- und Rechtshilfeersuchen ermittelt. 432 dieser erledigten Amts- und Rechtshilfeersuchen sind dabei der Steuerfahndungsstelle des Finanzamtes Chemnitz-Süd zuzurechnen.

Die sächsische Steuerfahndung leitete im Jahr 2012 insgesamt 545 Strafverfahren ein. Diese Verfahren werden von den Bußgeld- und Strafsachenstellen der Finanzämter bzw. den Staatsanwaltschaften weitergeführt. In den von sächsischen Steuerfahndern abgeschlossenen Fällen wurden im Jahr 2012 Freiheitsstrafen von insgesamt rund 105 Jahren sowie Geldstrafen und Geldauflagen in Höhe von 1,22 Millionen Euro rechtskräftig verhängt.

 

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